Womit beschäftigt sich die Frankfurter Musikinitiative VirusMusik in Corona-Zeiten?

Hallo liebe Musiker/innen und Fans von VirusMusik!

Die VirusMusikRadio-Crew auf der Internationalen Musikmesse 2019.

Durch das Coronavirus wurden in Deutschland ab den 13. März 2020 alle Veranstaltungen und somit alles öffentliche Kulturleben heruntergefahren. Das bedeutete für VirusMusik, dass einige im Antrag vom 19.02.2020 stehenden Veranstaltungen leider ausgefallen werden und die verbleibenden Veranstaltungen vielleicht in veränderter Form stattfinden werden.
Da VirusMusik das Jahr über Kulturveranstaltungen mit verschiedenen Partnern durchführt, die VirusMusik innerhalb ihrer Veranstaltungen eine Plattform bieten regionale Musiker/innen und Bands zu fördern, sind die Aktivitäten von VirusMusik davon abhängig, ob die Partner ihre geplanten Veranstaltungen absagen oder nicht. In Zusammenhang mit dem Coronavirus wurde die Internationale Musikmesse abgesagt, einige NewcomerTV Konzerte (jetzt ohne Publikum) nach hinten verschoben und das Museumsuferfest ebenfalls abgesagt. Die Sommerwerft sollte auch verschoben werden, konnte dann aber unter strengen Auflagen stattfinden. VirusMusik sendet seit 1996 mit dem VirusMusikRadio auf radio x, täglich eine Stunde Radio. Aus diesem Grunde hat sich 1996 eine Radioredaktion von ca. zwanzig Personen gegründet, die in ihren Sendungen vornehmlich Musik regionaler Musiker/innen und Bands präsentieren. Diese täglichen Radiosendungen können momentan auch nur unter Hygienevorschriften stattfinden. Das heißt wenige bis keine Live-Interviews, außer Telefoninterviews und nie mehr als zwei Personen einer Redaktion im Studio.
Die tägliche Büroarbeit bei VirusMusik findet weiter statt. Natürlich wie das Leben überall, unter Corona-Auflagen. VirusMusik arbeitet auch in Corona-Zeiten eng mit der Frankfurter-Kulturwerkstatt und mit den Frankfurter Musikbunkern zusammen, in denen Proberäume für Musiker/innen, Musikunterricht und kleine Veranstaltungen organisiert werden. Auch dieser Alltag hat sich durch Corona stark verändert, aber wir arbeiten weiter, weil glauben, dass unserer Kulturarbeit gerade in Corona-Zeiten für die Menschen sehr wichtig ist. Im Folgenden gehe ich jetzt nicht im Detail auf unsere tägliche Arbeit im Büro und im Radiostudio ein, sondern beschäftige mich mit unseren Veranstaltungen, die 2020 eigentlich hätten stattfinden sollen und den verbliebenden bzw. neuen Projekten.

Aber jetzt der Reihe nach.

VirusMusikRadio Stand auf der Internationalen Musikmesse 2019.
VirusMusikRadio Stand Internationalen Musikmesse 2019.

VirusMusik auf der Internationalen Musikmesse 2020.
Vom 01. bis zum 04. April hätte in Frankfurt die Internationale Musikmesse stattfinden sollen. VirusMusik hatte die schon seit vielen Jahren jährlich stattfindenden Live-Radio Sendungen, von der Musikmesse schon ab Januar 2020 geplant und die technische Durchführung des Live-Radio Stands in Auftrag gegeben. Aber dann hat die Messeleitung Ende März die Musikmesse wegen der Corona-Pandemie absagen müssen.

Für uns stand schon ein bisschen die Welt still. Die Musikmesse ist ein wichtiger Kommunikationsort für VirusMusik und für viele regionale und überregionale Musikerinnen und Bands. VirusMusikRadio berichtet von der Musikmesse über regionale Musikszene, Musikclubs und ihre Programme, über Festival- und Konzertveranstalter aus der Region und bringt regionale Musiker/innen mit Menschen aus der Musikbranche zusammen. Stellt Kontakte und Verbindungen her. Bei den Live-Interviews im VirusMusik-Messe-Radio kommen viele nationale und internationale Musiker/innen und Bands zu Wort und es werden aktuelle Trends im Musikbusiness beleuchtet.

VirusMusikRadio Stand Internationalen Musikmesse 2018

Die täglichen Live-Sendungen von der Musikmesse hätten von Mittwoch bis Samstag 14 – 18 Uhr und Freitag und Samstagnacht von 02 – 09 Uhr stattgefunden.
VirusMusik ist eine Initiative Frankfurter Musiker/innen aus der Popularmusik Szene und arbeitet seit 1990 aktiv für die Belange der Frankfurter Musikszene. Es geht der Musikinitiative unter anderem darum, kulturpolitisch in das kommunale Geschehen einzugreifen, um für die Musikszene Bedingungen zu schaffen, unter denen sich zukunftsorientierter und produktiver arbeiten lässt. Vertreten durch VirusMusik werden Musiker/innen und Fans, der ca. 2.000 Bands in und um Frankfurt, deren kreatives Potential sich vor allem in Proberäumen entwickelt, die sich unter anderem in Bunkeranlagen und Kellerräumen finden lassen.

Seit 2004 ist VirusMusik und VirusMusikRadio jährlich auf der Internationalen Musikmesse zu finden, um Kontakte zu knüpfen und um Musiker/innen und Bands aus der regionalen Szene zu präsentieren.
VirusMusik und das VirusMusikRadio wird dabei von der Internationalen Musikmesse Frankfurt, den VirusMusik-Förderverein und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt unterstützt.

Wir hoffen das im Jahr 2021 bzw. spätestens 2022 wieder eine Internationale Musikmesse in Frankfurt stattfindet und das VirusMusik mit dem VirusMusikRadio wieder Live-Radio auf der Messe gestalten kann.

NewcomerTV bei der Arbeit.

Die Konzertreihe mit NewcomerTV.
Das VirusMusikRadio wollte auch in diesem Jahr wieder mit NewcomerTV an den Start gehen. Geplant waren acht Konzerte in der Musikhalle Portstrasse in Oberursel. vier Konzerte ab Januar bis Juni und vier Konzerte von August bis November.
Durch Corona wurden die geplanten Konzerte im März und April abgesagt. VirusMusik hat sich dann im Mai mit der Musikhalle Portstrasse und NewcomerTV zusammengesetzt und ein Hygienekonzept entwickelt, mit dem dann die NewcomerTV Konzerte unter Auflagen wieder möglich waren. Diese Konzerte finden aber leider ohne Publikum statt. Weil NewcomerTV die Bands für das NewcomerTV Magazin videotechnisch aufzeichnet, haben wir uns entschlossen die Konzerte live im Internet zu streamen.

 

 

NewcomerTV-Moderatoren und das Publikum.

Die vier an der Veranstaltung teilnehmenden Bands dürfen leider keinen Kontakt untereinander haben und bekommen für die Zeit ihre Anwesenheit am Veranstaltungsort jeweils eine eigene Backstage. Nach einem vorher erstellten Zeitplan kommt die Band am Veranstaltungsort an, macht einen Soundcheck und nach einem Interview wird das Konzert direkt aufgezeichnet bzw. live gestreamt. Danach baut die Band ihr Equipment wieder ab und verlässt dann den Veranstaltungsort. Dann wird die Bühne, die Technik etc. desinfiziert und die nächste Band kann ihr Equipment aufbauen und wird dann ebenfalls aufgezeichnet und live gestreamt. Das klingt kompliziert, es ist kompliziert, aber machbar und für VirusMusik momentan die einzige Möglichkeit Live-Veranstaltungen für Newcomer-Bands zu organisieren. Die Termine der Konzerte und der Link zu den Onlinekonzerten, werden auf dieser Homepage im Veranstaltungsteil promotet.

 

 

Die Akustikbühne auf der Sommerwerft 2020.

VirusMusik organisiert das Programm des Beduinenzeltes auf der Sommerwerft 2020
VirusMusik hat mit dem Verein Protagon e.V. vor ca. zwanzig Jahren bei der Konzeption des Sommerwerft-Festivals zusammengearbeitet. Daraus ist die Planung und Durchführung der Konzertreihe im Beduinenzelt auf dem Festival geworden. Diese Konzertreihe wurde von Anfang an von VirusMusik organisiert. Künstlerbetreuung, Promotion und Moderation standen dabei im Fokus.
Die Sommerwerft 2020 ging vom 24.Juli bis zum 09. August in reduzierter Form und mit hohen „Corona-Auflagen“ über die „Weseler Werft-Bühne“.

 

 

 

Die Akustikbühne auf der Sommerwerft 2020. Hier ist alles irgendwie anders.

Durch Corona war es nicht sicher, ob die Sommerwerft 2020 überhaupt stattfinden konnte. Protagon, Antagon haben in Verbindung mit der Stadt Frankfurt ein Hygienekonzept entwickelt und es so möglich gemacht, dass die Sommerwerft unter Auflagen doch stattfinden konnte. Für VirusMusik war es selbstverständlich auch in diesem Jahr bei der Sommerwerft mitzumachen. Für viele Musiker/innen bedeuten die Corona Maßnahmen, dass sie keine Konzerte mehr geben können und für die Menschen bedeuten diese Maßnahmen, dass sie keine Live-Kultur mehr erleben können. Deshalb war es für VirusMusik sehr wichtig daran mitzuarbeiten, dass die Sommerwerft auch in diesem Jahr stattfinden konnte. Da die Sommerwerft nur sehr reduziert stattfinden konnte, gab es auch für viel weniger Musiker/innen als in den vergangenen Jahren einen Platz auf der Sommerwerftbühne und es durften nur pro Tag 250 Menschen auf das eingezäunte Gelände. In den vergangenen Jahren waren es täglich viele tausend Menschen, die das Festival bei freiem Eintritt besuchen konnten. In diesem Jahr konnten nur 24 Musiker/innen und Bands einen Konzertplatz bekommen, in den letzten Jahren waren es pro Festival 56 Musiker/innen und Bands. Auch im Theaterbereich konnten wegen der Auflagen weniger als fünfzig Prozent der sonst auf dem Festival auftretenden Theatergruppen gebucht werden. Das Publikum konnte nur auf Bänke oder Liegestühle sitzend bzw. liegend die Konzerte und Theatershows anschauen. Das war für alle ungewohnt und jeder Mensch der vor, hinter oder auf der Bühne am Festival beteiligt war, viel es nicht leicht sich auf diese durch Corona bedingten Maßnahmen einzulassen. Aber es geht und ging uns darum zu lernen mit dieser für alle neuen Situation umzugehen. Wir müssen auch in Corona-Zeiten Freiräume, die uns durch Corona, durch dies sich täglich verändernden Auflagen zurückgewinnen. Wir Menschen brauchen „Räume“, in denen ein kulturelles Zusammenleben möglich ist, egal in welchem gesellschaftlichen System wir auch leben. Deshalb haben wir auch mit der „Administration“ zusammengearbeitet, auf der Suche kulturelles Leben wieder möglich zu machen. Schritt für Schritt.

So hat VirusMusik in Zusammenarbeit mit Protagon durch die Sommerwerft 2020 einigen Musiker/innen die Möglichkeit gegeben, wieder vor einem kleinen Publikum Konzerte zu geben. Außerdem VirusMusik durch die Sommerwerft 2020 wichtige Erkenntnisse gewonnen, wie unter Corona-Auflagen kleine Veranstaltungen möglich sind. Mit diesen Erfahrungen arbeitet wir mit anderen Netzwerkpartner/innen an neuen Veranstaltungskonzepten.

Die von VirusMusik organisierte radio x Bühne, auf dem Museumsuferfest 2019.

 

VirusMusik organisiert die radio x Bühne auf dem Museumsuferfest.

Vom 28. – 30. August sollte in diesem Jahr wieder das Museumsuferfest stattfinden. Aber wegen Corona wurde das Museumsuferfest und somit auch die radio x Bühne abgesagt. Wir hoffen, dass es spätestens ab 2022 wieder ein Museumsuferfest mit einer radio x Bühne geben wird.

 

 

 

Die Backline auf der VirusMusikRadio-Show im HoRST 2019.

Die VirusMusik VirusMusikRadio Show 2020.
Nachdem die VirusMusikRadio-Show seit zwei Jahren erfolgreich im HoRST zu Frankfurt am Main stattgefunden hat, waren wahren wir und unser Publikum uns einig, auch in diesem Jahr die „traditionelle“ VirusMusikRadio Show auch in diesem Jahr wieder im HoRST zu veranstalten. Aber Corona bedingt musste das HORST im März 2020 schließen und wir sind zurzeit noch auf der Suche nach einen geeigneten Veranstaltungsort. Da sich die Corona-Auflagen täglich ändern und wir auf den Winter zugehen, wissen wir ebenfalls nicht, ob wir überhaupt eine Veranstaltung mit Publikum machen können. Vielleicht wird es eine Online-Veranstaltung? Vielleicht wird es eine Winter-Open Air Veranstaltung? VirusMusik hält zum jetzigen Zeitpunkt an der VirusMusikRadio Show fest.

Das Konzept ist deshalb noch so wie in den vergangenen Jahren. Die gesamte Veranstaltung wird live auf radio x übertragen. Ein Kamerateam des Offenen Kanal Offenbach filmt die Konzerte der einzelnen Bands und fängt sowohl Backstage wie auch auf der Bühne, die Atmosphäre ein.
Auf der VirusMusikRadio-Show präsentiert VirusMusik auf zwei Bühnen Musiker/innen und Bands, deren Arbeit, deren Musik 2020 einen besonderen Eindruck bei den Radioredakteuren/innen und beim Publikum hinterlassen hat.
Die VirusMusik Redaktion wählt für das Programm regionale Bands, Singer & Songwriter, spannende Elektrobands oder interessante Künstler/innen aus dem Kleinkunstbereich aus.

 

Standort, das grenzunterschreitende Musikmagazin.
Das Magazin Standort ist nach einer Idee von VirusMusik, in Zusammenarbeit mit dem Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) Rhein-Main (Einrichtung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen)) entstanden.

Das Standtort! Logo.

Das Coronavirus hat unser gesellschaftliches Leben verändert. Der im März verhängte Lockdown hat das kulturelle Erleben in unserer Gesellschaft runtergefahren und Künstler/innen, Musiker/innen, Menschen aus der Veranstaltungsbranche in Existenznöte gebracht. Unzählige SOS Signale wurden von Menschen aus der Kulturszene ausgesandt und VirusMusik suchte in Verbindung mit anderen Musik- und Kulturinitiativen nach Möglichkeiten betroffenen Musiker/innen und Künstler/innen und Menschen aus der Veranstaltungsbranche zu helfen. Es entbrannten an vielen Orten wichtige Diskussionen über die System- und wirtschaftliche Relevanz von Kultur in unserer Gesellschaft. Viele Musiker/innen, Künstler/innen und Menschen aus der Veranstaltungsbranche meldeten sich in Wort- und Videobeträgen und schilderten die Ausweglosigkeit ihrer Situation und bitten um finanzielle Unterstützung.
VirusMusik arbeitet mit anderen Musik- und Kulturinitiativen daran, Musiker/innen und Künstler/innen und Menschen aus der Veranstaltungsbranche zu helfen, in dem wieder Veranstaltungen stattfinden können bzw. an Ideen zu schrauben, die Menschen aus der Kulturbranche vielleicht helfen können, die Zeit mit dem Coronavirus zu überstehen.
VirusMusik hat in vielen Radiosendungen nach Möglichkeiten gesucht, Musiker/innen zu Wort kommen zu lassen, die trotz Corona, die trotz ihres täglichen Überlebenskampfes weiterhin ihre Kraft und Inspiration aus der Musik schöpfen. Musiker/innen die, obwohl sie keine Konzerte geben können, weiter an ihrer Musik, weiter an musikalischen Konzepten arbeiten. Musiker/innen die nach Wegen suchen jenseits der geschlossenen Konzertbühnen mit ihren Fans zu kommunizieren.
Aus dieser Arbeit ist die Idee entstanden eine Fernsehmagazinsendung mit den MOK zu produzieren, in der Musiker/innen und Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturbereichen, aus der Veranstaltungsbranche über ihren täglichen Überlebenskampf und über ihre Inspiration weiterzumachen erzählen. Wir laden sie ins MOK Studio ein und besuchen sie an den Orten, wo sie leben und arbeiten. Es gibt Raum Live-Musik, Live-Kunst zu erleben und wir schauen uns Videos von der Kunst unserer Gäste an.

Chan & Sepp’l moderieren Standort.

Deshalb sucht VirusMusik regionale Musiker/innen und Bands für das Magazin, die über ihre Liebe zur Musik sprechen, die darüber sprechen was ihnen ihre Musik bedeutet. Die darüber sprechen was sie in ihrem momentanen Alltag unternehmen, um mit ihren Fans jenseits der Konzertbühnen Kontakt zu halten. Da spielt das Internet eine große Rolle, oder Möglichkeiten selbst in den Proberäumen Musik zu produzieren. Es bilden sich zurzeit kreative Netzwerke unter Musiker/innen und Bands. Wie sehen die aus? Wenn es zeitweise kaum bis keine Möglichkeiten gibt, Konzerte zu spielen, gibt es virtuelle Konzerträume? Wird an virtuellen Möglichkeiten gearbeitet, wo sich Musiker/innen und Fans begegnen können. Wenn es eine Zeit gibt, in der öffentliches kulturelles Erleben so gut wie nicht möglich ist, wo sind die Musiker/innen und Künstler/innen die an einem kulturellen Miteinander jenseits gesellschaftlicher Kontrolle arbeiten?
VirusMusik möchte im Magazin Standort Musiker/innen und Bands und auch Veranstalter zeigen, die trotz Überlebensprobleme von ihrer Musik inspiriert sind und diese Inspiration an ihre Fans, oder an das Publikum vor den Bildschirmen weitergeben möchten. Die von ihrem momentanen Alltag erzählen, von neuen Projekten, die sie machen, von Alben, die sie produzieren und von der Kraft, die sie durch ihre eigene Musik bekommen, berichten.
Es geht VirusMusik nicht darum den berechtigten Kampf um politische und gesellschaftliche Unterstützung, den viele Musiker/innen und Menschen aus der Veranstaltungsbranche zurzeit führen, zu ignorieren. Im Gegenteil, VirusMusik unterstützt ihre Forderungen und die damit verbundenen gesellschaftspolitische Auseinandersetzung.
Es geht VirusMusik vielmehr darum den Blick der Zuschauer/innen wieder auf die Kreativität der in den Sendungen zu Wort kommenden Musiker/innen zu lenken. Den Blick auf die Fragen was Musik ist, was Musik bedeutet, wie tief Musik in unserer Gesellschaft verwurzelt ist, was ein Leben ohne Musik, ohne Kultur bedeutet und vielleicht auch auf die Erkenntnis, dass Musik, das Kultur immer irgendwie überleben wird, aber leider nicht die Musiker/innen, die Künstler/innen, die diese Kulturwelten erschaffen.

Mo von Frau Ruth & Sepp’l im Interview.

Für dieses Jahr sind vier Sendungen geplant. Zwei davon sind schon gedreht. Produziert wird in den Studios vom MOK Rhein Main in Offenbach. Es gibt auch pro Folge diverse Außendrehs, wo ein Kamerateam mit Moderation Interviewgäste besucht und die Gespräche aufzeichnet. Die Entwicklung der einzelnen Folgen dauert incl. Drehzeit ca. vier Wochen.
Das MOK Rhein Main arbeitet mit jugendlichen an den Kameras und beim Schnitt und der Postproduktion der Sendungen. Da die jugendlichen Mitarbeiter/innen nicht immer Zeit haben, ist das Team pro Sendung eigentlich immer unterschiedlich besetzt. Die eigentlichen Dreharbeiten finden immer an einem Wochenende statt. Freitags – sonntags. Nach den Dreharbeiten werden die Aufnahmen dann in einem weiteren Arbeitsprozess von zwei bis drei Tagen zusammengeschnitten und editiert. Danach kommt das Team wieder zusammen und schaut sich die Folge an. Danach findet eine Nachbesprechung statt, in der Kritik, Lob und Verbesserungsvorschläge ausgetauscht werden. Daraus ergeben sich eine Produktionszeit von ca. vier Wochen pro Folge. Danach wird die Folge zwei Wochen lang auf dem Offenen Kanal Rhein Main gezeigt und ist danach in der Mediathek vom MOK zu sehen.

Der Kontakt.
Wenn ihr euch für die Arbeit von VirusMusik interessiert, bei unseren Veranstaltungen vorbeikommen wollt, oder die Arbeit von VirusMusik finanziell unterstützen wollt, dann schickt uns eine E-Mail. Wir würden uns freuen.

Kontakt: radio@virusmusik.de
https://www.facebook.com/SeppLVirusMusikRadio/
https://www.facebook.com/virusmusikradioffm/
https://www.instagram.com/virusmusikradio/

Bleibt gesund und liebe Grüße

Sepp’l Niemeyer
VirusMusik & VirusMusikRadio

 

 

 

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News-Ticker: Covid-19: Leergefegte Konsummeilen und Testcenter, die wie Pilze aus dem Boden schießen

Update vom 15.01.2021

Lockdown-Verschärfungen und weiterer Stillstand für die Live Kultur bis frühestens Ostern

Ob man nun an die Existenz eines Osterhasen glaubt oder nicht, könnte die Zeit um das Osterfest (1. – 5. April) endlich die lang ersehnte Entspannung für Kulturbetriebe, Theater, Museen bedeuten. Sollte bis dahin – so der vorsichtige Plan – das Infektionsgeschehen deutlich zurück gedrängt worden sein, könnten die Einrichtungen wieder in Spielbetrieb gehen.

Demzufolge bleiben die Staatstheater in Kassel, Darmstadt, Gießen, Wiesbaden, das Landestheater Marburg weiter geschlossen. Auch die Städtischen Bühnen in Frankfurt, die Oper und das Schauspiel bleiben weiterhin für Publikum zu. Ersatzweise wurden dafür online Angebote geschaffen, so auch vom Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt.

Kulturdezernentin Ina Hartwig sagte: „Den Menschen fehlt die Kultur und den Künstlerinnen und Künstlern das Publikum. Man muss die schöpferische Kraft wieder auf die Bühnen zurückholen und die Häuser mit Leben füllen“.

Corona Bußgelder in Frankfurt – eine wahre Geldmaschine

Eine fleißige Frankfurter Stadtpolizei kassierte im Jahr 2020 richtet ab. Bußgelder von insgesamt 900000 Euro wurden wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnungen eingeleitet. In diesem Zusammenhang wurden durch das Ordnungsamt 6200 Verfahren eröffnet, teilte Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) mit.

Kritik an den Subventionen der Bundesregierung vom Schlachthof in Wiesbaden

Der Schlachthof in Wiesbaden zählt zu den erfolgreichsten Spielstätten der Alternativkultur in Hessen. Noch vor Corona zählte man mehr als 280000 Konzert BesucherInnen pro Jahr. Der Großteil der etwa 100 MitarbeiterInnen befindet sich aktuell in Kurzarbeit. Geschäftsführer Gerhard Schulz rechnet für 2021 nicht mit ausverkauften Shows und johlenden Rock´n´Roll Fans. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau kritisiert er die versprochenen Überbrückungshilfen, bei der Soloselbstständige und Freiberufler durchs Raster gefallen waren. Inzwischen sei wohl nachgebessert worden. Deutlich wurde dabei, daß die Politik nicht weiß, wie der Kulturbetrieb organisiert und strukturiert ist und wie er funktioniert. Die hohe Subventionierung von Klassischen Institutionen sollte hinterfragt werden, damit alle Kulturbetriebe dem kulturellen Bildungsauftrag erfüllen und kulturellen Austausch ermöglichen können.

(Quellen: Frankfurter Rundschau vom 14.01.2021)

 

Update vom 02.01.2021

Ein Krater in Bilanzen und Portemonnaies

Für Frühjahr 2021 wird erwartet, dass infolge neuer Sanierungsregeln zum Jahreswechsel und der anhaltenden Pandemie die Zahl der Firmeninsolvenzen drastisch steigen wird. „Wenn ganze Branchen betroffen sind und die Krise bei Vielen prinzipiell das Geschäftsmodell infrage stellt, dann entsteht ein Krater in den Bilanzen, der sich nicht wieder schließen läßt“, so Sanierungsexperte Lucas Flöther.

Laut einer Umfrage des Bundesverband der Freien Berufe sind infolge der Corona-Krise rund 140.000 Jobs bedroht. 20,3 Prozent der FreiberuflerInnen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht und für 25,3 Prozent ist der Schaden gar existenzbedrohend. (Quelle: Frankfurter Rundschau)

 

Update vom 31.12.2020

Gute Wünsche für das Neue Jahr vom Deutschen Kulturrat e.V.

Der Spitzenverband der Bundeskulturverbände als Ansprechpartner der Politik und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union hat dazu aufgerufen, Konzerthäuser, Theater und Museen und weitere von der Pandemie betroffene Kultureinrichten für eine mögliche Wiedereröffnung vorzubereiten. Die seien aber erst möglich „wenn wir die Pandemie deutlich stärker in den Griff bekommen“, so Geschäftsführer Olaf Zimmermann. (Quelle: Frankfurter Rundschau)

 

Update vom 19.12.2020

Die Crowdfunding Initiative KulturzeiterIN hilft jetzt auch KünstlerInnen im Rhein-Main-Gebiet

Daniela Cappelluti von der Frankfurt-Offenbach Crowdfunding Initiative KulturzeiterIN erklärt im Interview mit Sepp´l Niemeyer (VirusMusik), daß die Förderplattform nun auch für KünstlerInnen aus dem Rhein-Main- Gebiet offen steht.

Bislang wurden knapp 250.000 Euro (ohne Gewähr) an Spenden von 658 SpenderInnen getätigt, die – nach Antragsprüfung – direkt an bedürftige KünstlerInnen ausgezahlt wurden.

Eine große Leistung dieser Privatinitiative ! Mehr Infos unter Kulturzeiter*in

 

Update vom 18.12.2020

Ein Haifischbecken trotz Pandemie

Solidarität hat ihre Grenzen, dachten wohl einige pfiffige bundesdeutsche Veranstalter, die kurzerhand sogenannte Corona-Klauseln in ihre Verträge aufnahmen um damit Ausfallhonoraren auszuweichen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat an die Kultureinrichtungen appelliert, KünstlerInnen über Ausfallhonorare an den staatlichen Corona-Hilfen teilhaben zu lassen. Theaterhäuser und Kulturveranstalter erhielten für November und Dezember Hilfen in Höhe von 75 Prozent des Vorjahresmonatsumsatzes, „dann erwarte ich auch von diesen, dass sie die engagierten KünstlerInnen anteilig daran jedenfalls über Ausfallhonorare teilhaben lassen“, so Grütters. (Quelle: Frankfurter

 

Update vom 18. Dezember 2020.

Harter Lockdown / Personal Abbau u. Rekord-Umsatzrückgänge / Neustarthilfe u. Kürzungen für Betriebe in 2021

Ob die Dauer des aktuellen Lockdown (bis 10.01.2021) ausreicht und die Ausnahmeregelung wegen Weihnachten, dem „Fest der Liebe“, wirklich sinnvoll sind steht in den Sternen geschrieben. Fachleute gehen davon aus das der Lockdown im neuen Jahr verlängert werden muss und erst im April/Mai 2021 mit einer Entspannung der Lage zu rechnen ist. Licht am Ende des Tunnels versprechen die in Kürze und mit Spannung erwarteten Impfaktionen. Wäre ja schön wenn´s wirklich funktionieren würde.

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen 24 Prozent der Firmen Personal abbauen. Dies ermittelte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in einer Umfrage. Besonders hohe Umsatzrückgänge gibt es im Gastgewerbe (93%), der Reisewirtschaft (94%) sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft (90%). (Frankfurter Rundschau v. 23.11.2020)

„Neustarthilfe“ – eine weitere Staatshilfe der Bundesregierung: Maximal 5000 Euro Betriebskostenpauschale für Solo-Selbstständige von Dezember 2020 bis Ende Juni 2021. Antragsberechtigt soll sein, wer sein Einkommen in einem bestimmten Zeitraum vorwiegend aus selbstständiger Tätigkeit erzielt hat. Die Neustarthilfe soll einmalig 25 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes im Jahr 2019 betragen, aber bei maximal 5000 Euro gedeckelt sein. (Frankfurter Rundschau v. 14.11.2020)

Regierung kürzt Hilfen für Betriebe
Von Januar an bekommen wegen Corona geschlossene Firmen nur noch Fixkosten erstattet.
Ab 01.01.2021 wird der Staat die bisherigen Hilfszahlungen von 75% (des Vorjahresmonatsumsatzes) für Unternehmen die durch einen Teil-Lockdown betroffen waren einstellen. Mit Jahreswechsel will der Bund Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie zwangsweise geschlossen werde, nur noch Fixkosten wie Miet- und Pachtzahlungen im Rahmen der „Überbrückungshilfe III“ ersetzen. (Frankfurter Rundschau v. 5.12.2020)
Update vom 10. Oktober 2020

Frankfurt hat die Warnstufe 4 erreicht. Damit treten schärfere Corona Regeln in Kraft.

Wie von vielen Experten vorausgesagt steigt die Zahl der Corona-Infektionen europaweit stark an. Vor allem die großen Städte sind betroffen. Auch Frankfurt und Offenbach.

Nach Informationen des hessischen Sozialministerium haben Frankfurt (55,9) und Offenbach (65,8) die magische Grenze an Inzidenzen (bestätigte Fälle pro 100.000 Einwohnern innerhalb von 7 Tagen) überschritten. Lt. Dem Frankfurter Gesundheitsamt hat sich die Anzahl der gemeldeten SARS-CoV-2 Neuinfektioen in den letzten 10 Tagen nahezu verdoppelt.

Am Freitag meldete die Frankfurter Rundschau Hessen weit 307 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Die TAZ in Berlin titelte über die Sperrstunde „Kreuzberger Nächte sind kurz – Schluss mit lustig.“.

Für Frankfurt bedeuten diese Zahlen nichts gutes für das Nachtleben.
Seit gestern gilt für Gastronomiebetriebe eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr. Die Regelungen gelten zunächst bis einschließlich Sonntag, 18. Oktober.

Doch das ist nicht alles, denn neben den Einschränkungen für Bars, Kneipen und Restaurants gilt bis mindestens Ende nächster Woche ein Alkoholverbot auf bestimmten Plätzen, Anlagen und Straßen. Dazu zählen u. a. das Mainufer, die großen Parks, der Friedberger Platz , die Zeil, der Opernplatz, der Liebfrauenberg, Alt-Sachsenhausen und der Bereich um den Hauptbahnhof.

Auf Einkaufsstraßen wie die Zeil, Berger Str., Goethestr. und Leipziger Str. muss zwischen 8 und 22 Uhr eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht droht eine Strafe von 50 Euro.

Weitere aktuelle Information hält das Gesundheitsamt Frankfurt bereit. Bitte informiert Euch rechtzeitig.

https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/hauptamt-und-stadtmarketing/buergerbuero-und-ehrenamt/coronavirus–fragen-und-antworten

Die 2. Welle und die nächtlichen Sperrstunden bedeuten für die Menschen in der Musik- und Veranstaltungswirtschaft nichts gutes. Aber Sicherheit – soweit es die überhaupt gibt – ist oberstes Gebot. Es kommt der Tag an dem wir endlich wieder rischdisch rocken können. Noch aber braucht´s Geduld – und die ist eine Tugend.

Passt auf euch auf und vor allem bleibt gesund !

Ben vom Hörnerv

 

Update vom 14. September 2020

Auf der „Alarmstufe Rot“-Kundgebung in Berlin am 9.09.2020 hat Herbert Grönemeyer einen flammenden Appell an die Politik gerichtet. Die gesamte Veranstaltungsbranche stehe kurz vor dem Kollaps.

Herbert Grönemeyer auf 9.9. auf der Alarmstufe Rot Demo (Foto: news.de)
Herbert Grönemeyer auf 9.9. auf der Alarmstufe Rot Demo (Foto: news.de)

Mit der Großdemo soll auf die wirtschaftlichen Nöte aufmerksam gemacht werden, in die die Veranstaltungsbranche durch die Corona-Pandemie gestürzt wurde. Die rund 6500, Die Veranstalter sprachen von 15.000 Kulturschaffenden, wollten mit der Kundgebung ihre Forderungen an die Verantwortlichen in der Politik unterstreichen.

In der Branche seien bundesweit rund eine Million Menschen beschäftigt und es werde ein jährlicher Umsatz von 130 Milliarden Euro erzielt. Damit sei die Veranstaltungsbranche der sechstgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands, so Grönemeyer. Allein der Rock’n’Roll-Bereich habe eine Wirtschaftskraft wie der Autobauer Porsche. Der Unternehmenswert sei größer als der, aller deutschen Bundesligen zusammen. Allerdings stehe dieser Wirtschaftszweig vor dem Aus, da seit Beginn der Corona-Krise keine Großveranstaltungen mehr stattfinden könnten. Doch gerade das Publikum sei „das Adrenalin der Künstler“. Und vor allem die vielen Menschen hinter den Kulissen seien in schweren Nöten: vom Trucker über den Roadie bis zum Security-Mitarbeiter. Ohne sie seien „Künstler hilf- und glanzlos“, so Grönemeyer. Sie alle seien größtenteils alleine als Kleinunternehmer tätig und hätten meist keinen „doppelten Boden“. Deshalb appellierte Grönemeyer mit Nachdruck an die Politik, die versprochene direkte und unbürokratische „Zugehensweise zur Grundsicherung“ zu finden. Außerdem forderte der Sänger ein monatliches Überbrückungs- oder Kurzarbeitergeld für Solo-Selbstständige. Ebenso wie Subventionen für die Popkultur, die denen ähnlich seien, die zum Beispiel der Hochkultur zukommen würden.
Wenn dies nicht „schleunigst passieren“ würde, sei die Gefahr groß, dass die gesamte Branche bald kollabieren würde. „Ein Land ohne Live-Kultur ist wie ein Gehirn ohne geistige Nahrung, ohne Euphorie, Aufbruch, Lust, Diskurs, Lachen und Tanz. Es verdorrt, gibt Raum für Verblödung, für krude und verrohende Theorien, verhärtet und fällt seelenlos auseinander“, so der 64-Jährige. Jede „einzelne Hand“ in der Veranstaltungsbranche habe das gleiche Recht auf Grundsicherung wie die Mitarbeiter anderer Unternehmen, die schnell und unkompliziert Hilfe bekommen hätten. Sie seien „die rauschende Seele und der öffentliche Herzschlag dieser Nation“. Deutschland stelle seinen „Zauber aufs Spiel und seine Zauberer zur Disposition“. (Quelle: news.de)

Hier könnt ihr die Rede von Herbert Grönemeyer selbst anhören: https://www.instagram.com/p/CE6vBxgKrPl/

Das letzte Bier im Clubkeller ist getrunken. RIP
Das letzte Bier im Clubkeller ist getrunken. RIP

Das Clubsterben in Frankfurt geht weiter. Jetzt hat es den legendären Clubkeller in Sachsenhausen erwischt.

 Andy König, Club-Chef  wirft nach 19 Jahre Underground-Musikkneipe mit Livemusik das Handtuch.

„Es ist unmöglich während der Corona-Pandemie zu betreiben, vor allem wenn er damit eine Familie ernähren muss. Auch möchte ich das Konzept der Bundesregierung  Steuergeld einzusetzen und es direkt an die Vermieter weiterzuleiten, nicht weiter  tragen. Die „Clubkiller“ sind das Virus, die Immobilienbranche und der Staat, der Gastronomie und Veranstalter mit benachteiligenden Rahmenbedingungen quäle, statt mit den Kommunen an Schutzschirmen für die Subkultur zu arbeiten.“ (Quelle Frankfurter Rundschau vom 11.09.20)

 

Update vom 11. September 2020

NEUSTART KULTUR : 117 Millionen Euro stellt die Bundesregierung als Förderprogramm für Livemusik-Veranstaltungen, Musikfestivals, Musikclubs, Künstler- u. Künstlerinnen in Aussicht. 

Seit dem 07.09. können die Anträge auf Unterstützung eingereicht werden. Eine Antragsstellung ist bis zum 31. Oktober 2020 möglich. Mehr Informationen unter: https://www.initiative-musik.de/

 

Update vom 23. August 2020

Sicherheit in unsicheren Zeiten: Testlauf eines „Superspreader-Events“ in der Arena Leipzig

Unter Leitung der Universitätsmedizin Halle fand am 22.08. das Experiment „Restart-19“ mit Sänger Tim Bendzko und Band sowie 2200 Freiwilligen (negativ getesteten) Konzertbesuchern statt.

Die Wissenschaftler wollen ein mathematisches Modell entwickeln, nach dem sich das Risiko eines Covid-19-Ausbruchs nach solchen Großveranstaltungen berechnen lässt. Dabei wurden drei Szenarien inszeniert und auch die An- und Abreise des Publikums per Tracker analysiert. Während des Konzerts bestand eine verschärfte Maskenpflicht. Die Auswertungen des Experiments sollen im Oktober vorliegen.

Ben vom Hörnerv

 

Update vom 21. August 2020

Endlich wieder Livemusik : Das Bett, Tanzhaus West und die Batschkapp starten die Open Air Serie „Kultursommergärten

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Möge der Sommer noch lange andauern – zumindest aus der Sicht der Künstler, Fans und Kulturschaffenden in der Eventbranche. Draußen an der frischen Luft ist das Corona Virus weitaus weniger aggressiv als in geschlossenen Räumen.

Unter den Auflagen der aktuellen Hygieneschutzbestimmungen haben drei Frankfurter Livemusik-Spielstätten in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt das Programm „Kultursommergärten“ aus der Taufe gehoben.

Die Veranstaltungen finden jeweils auf einem Freigelände – in der Regel auf dem Parkplatz am Club – statt. Los geht es ab 21.08.. Bis zu 250 Gäste werden pro Show zugelassen. Ursprünglich sollten bis zu 1000 Besucher erlaubt sein, doch die Idee musste leider aufgrund der ansteigenden Fallzahlen von Neuinfektionen fallen gelassen werden. Die Stadt Frankfurt bezuschusst das Projekt mit einem Zuschuss von 20.000 Euro.

Zum Programm: https://bett-club.de/     https://www.tanzhaus-west.de/     https://batschkapp.tickets.de/de/

Nix wie raus ! Ben vom Hörnerv

 

Update 5. August 2020

Die Initiativen „Wir für Euch“ und „Alarmstufe Rot“

BumBum Ulli + die Organisatoren der 1. "Wir für Euch" Kundgebung vom 2. Juli 20 an der Weseler Werft in Frankfurt
BumBum Ulli + die Organisatoren der 1. „Wir für Euch“ Kundgebung vom 2. Juli 20 an der Weseler Werft in Frankfurt

Seit Anfang März herrscht nahezu Stillstand in der Veranstaltungsbranche, vor allem bei Firmen der Veranstaltungstechnik. Wo es keine Konzerte, Festivals, Tourneen oder Messen gibt, sind Veranstaltungstechniker ohne Arbeit, Firmen für Veranstaltungstechnik ohne Aufträge.
Ähnlich ist die Situation für Musiker, Freelancern, Soloselbstständigen und bei Konzert-, Tournee-und Eventagenturen, angeschlossenen Dienstleistern, in Clubs, Kulturzentren und Spielstätten.
Die Branche liegt danieder und auch für 2021 steht nicht fest wann wieder Normalbetrieb aufgenommen werde kann.

Noch in diesem Herbst droht eine riesige Pleitewelle und Massenarbeitslosigkeit.
Den etwa 2 Millionen Menschen in Deutschland, die ihren Lebensunterhalt über die Einnahmen aus Veranstaltungen generieren, droht der Existenzverlust.
Es fehlt an Perspektiven und seitens der Politik existiert scheinbar kein Handlungsbedarf.

Mittlerweile gibt es bundesweit zwei Internet-Plattformen auf denen sich Betroffene und Unterstützer tummeln. Die Initiative „Wir für Euch“ ist bei facebook zuhause und auch „Alarmstufe Rot“ findet ihr im Internet.

Fotoserie aus der Kundgebung von „Wir für Euch“ am 04.08.2020 in Frankfurt:

Bereits am 29. Juli hatten wir von radio x innerhalb der Sendung ABS Magazin ausführlich und mit Studiogästen der Initiative „ Wir für Euch“ berichtet. Die Sendung könnt ihr jederzeit als podcast unter www.absmagazin.de nachhören.

Ben vom Hörnerv

 

Update 21. Juli 2020

Die Alternativ-Szene-Kneipe und Veranstaltungsbühne „HORST“ im Frankfurter Stadtteil Gallus muss aus Finanznöten infolge der Corona-Auswirkungen schließen. Dort hatten wir von VirusMusik gemeinsam mit dem HORST-Team in den letzten 2 Jahren wunderbare Konzerterlebnisse mit der „VirusMusikRadioShow“ feiern können. Danke an Caro und Lolek. Haltet durch und viel Erfolg bei der Suche nach einer neuen Location.

HORST - Nichts geht mehr
HORST – Nichts geht mehr

Hier der offizielle und bewegende Abschiedsbrief vom HORST vom 16.07. per Email:

Liebe Freunde,
viele von euch wissen es ja bereits, wir haben schlechte Nachrichten zu verkünden:
HoRsT hat Corona nicht überlebt!
Wir sind unendlich traurig, dass unser Herzensprojekt, welches wir über die letzten 7 Jahre mit viel Liebe, Leidenschaft, Freude, aber auch unter großen Anstrengungen aufgebaut haben, nun Vergangenheit ist.
Nachdem wir zu Silvester noch ausgelassen das Jahr 2020 begrüßt hatten, haben wir im Januar den Laden wegen einer Brandschutzsanierung komplett ausgeräumt und super motiviert unser neues Büro gegenüber eingerichtet, um dort die kommende Saison zu planen.
Am 1. Mai wollten wir den Raum mit einem lauten Knall wieder eröffnen und viele Konzerte und Parties, Privat- & Firmenveranstaltungen und natürlich unsere schönen Reihen wie die Jam Session, Pasta Kino e Vino und Comedy (Freischnauze) waren bereits fest im Kalender eingetragen.
Dann kam Corona… und zuerst dachten wir, was für ein Glück wir haben!, dass genau jetzt so etwas passiert wo wir sowieso gerade geschlossen haben. Aber: Pustekuchen, dieser Virus war dann doch krasser als befürchtet…
Nach wochenlangem Bangen, Hoffen, Abwägen, Kalkulieren und in alle Richtungen Denken haben wir uns entschieden, den Vertrag in den Adlerwerken nicht zu verlängern, denn unter diesen Umständen können wir den Raum nicht halten. Wann unser schöner Veranstaltungsraum wieder vollumfänglich genutzt werden kann steht noch in den Sternen, und ohne die volle Auslastung der Räume ist das Erwirtschaften der hohen Miete unmöglich.
Wir haben mit unserem Vermieter wochenlang verhandelt und versucht, die Wiedereröffnung nach der Brandschutzsanierung zeitlich so weit wie möglich nach hinten zu ziehen, doch leider stießen wir dort auf wenig Verständnis, denn: „der Investor braucht Planungssicherheit“!
Unser Polster, welches wir für die eingeplante Brandschutzsanierungsschließzeit zurückgelegt hatten, ist aufgebraucht und die Krise hat durch laufende Kosten die wir auch ohne Betrieb haben, mehr als unsere letzten Reserven aufgefressen.
Um unsere Firma zu retten ziehen wir die Reißleine, denn ein nahes Ende der Pandemie ist nicht absehbar und die staatlichen Unterstützungen reichen bei weitem nicht aus.
Wir wollen weiterhin ein niederschwelliges, vielseitiges Kulturprogramm anbieten, doch unter diesen Bedingungen – mit  Abstand, Hygieneregeln, begrenzter Gästezahl und persönlich unkalkulierbaren Haftungs- & Gesundheitsrisiken – funktioniert unser Konzept nicht mehr. Und vor allem es fehlt an einer Perspektive.
Seit über 25 Jahren sind wir in Frankfurt aktiv und unsere Leidenschaft ist und war es immer, die verschiedensten Leute zusammen zu bringen und diese mit Kunst, Kultur und Kulinarik zu verwöhnen.  Am besten so viele und so eng wie möglich!
Wichtig war uns auch immer, dass unser vielseitiges Programm zu fairen Preisen einem breiten Publikum zur Verfügung stand und auch Leute mit einem niedrigem Einkommen nicht ausgeschlossen werden. Frankfurt hat solche Orte nötig!
Dabei war uns immer die Qualität wichtiger als die Wirtschaftlichkeit.
Da wir leider keine öffentliche Förderung erhalten haben, hatten wir unser Kulturprogramm selber mit professionellen Firmenfeiern, Hochzeiten und privaten Vermietungen, quersubventioniert. Das alles ist jetzt nicht mehr möglich.
Was jetzt auch einfach weg ist und was uns ganz besonders am Herzen lag sind unsere Veranstaltungsreihen wie die 46 mal stattgefundene Jam Session „The HoRsT Sessions“, bei der sich Musiker aus dem ganzen Rhein Main Gebiet trafen um stundenlang  Live zusammen zu spielen, sich auszutauschen und kennen zulernen. Danke an Fabian Habicht + Frederich Helbing für die gute Zusammenarbeit!
Auch die vielen Kunstausstellungen, Pasta Kino e Vino -Abende, Konzerte, Diskussionsveranstaltungen, Vorträge sowie DJ Barabende und Clubveranstaltungen werden uns & Frankfurt fehlen.
Für uns war es ein großes Abenteuer und ein riesigesVergnügen die Entwicklung unseres horsty Babys zu verfolgen und zu sehen, wie sich permanent Querverbindungen und Netzwerke bilden.
Aber aufgeben werden wir nicht. Ein Ende birgt auch immer die Chance für etwas Neues – und an Ideen fehlt es uns nicht.  Auch nicht an Material. Eigentlich haben wir Alles und noch viel mehr, außer einem Raum – was Segen und Fluch ist, denn: wohin mit dem ganzen Kram (Möbel, Gastroküche, Deko, Technik u.v.m.)?
Auch wenn dieses Projekt bereits Covid 19 zum Opfer gefallen ist, wollen wir unsere Firma durch die Krise bringen, um danach noch einmal etwas Neues anzufangen.
Dafür fehlt es konkret an:
Räumen – am besten Open Air – zur Zwischennutzung, um kleinere Events zu veranstalten
einem kostengünstigen, ebenerdigen Lager, um für die Dauer der Pandemie alles unterzustellen, bis wir die Sachen entweder wieder nutzen oder verkaufen können. Mittlereile haben wir ein Lager bis Ende des Jahres gefunden – bis dahin müssen wir einen neuen Ort für unsere Sachen finden und dann vorraussichtlich alles nochmal umziehen.
finanzielle Unterstützung, um unser Lockdown-Loch in der Kasse zu stopfen, Schulden zurückzahlen zu können und  vor allem um auch in Zukunft das kulturelle Leben in Frankfurt mitgestalten zu können.

Angebote für Räume und Spenden nehmen wir mehr als dankbar an! <3
Bankverbindung bei der Frankfurter Sparkasse
HoRsT Kultur GmbH & Co. KG, IBAN: DE85 5005 0201 0200 5612 43, BIC: HELADEF1822

oder per paypal einfach an : kontakt@horst-ffm.de
Wir vermissen euch jetzt schon ganz stark ihr lieben Gäste, ihr tollen Musiker & Künstler;
danke an euch Kunden, Kooperationspartner, und vor allem an die besten Mitarbeiter der Welt!  Wir hatten ein tolles engagiertes Team, das den HoRsT nie nur als eine gewöhnliche Arbeitsstelle gesehen hat.
Wir hoffen dass das Clubsterben in Frankfurt nicht allzu dramatisch wird – bitte liebe Kollegen, haltet durch!
Wir sind auch so sauer & traurig, dass Corona uns nicht nur unsere Existenz, sondern auch die Möglichkeit genommen hat, das Ende von unserem geliebten HoRsT gebührend zu zelebrieren. Wir werden das irgendwann irgendwo nachholen.
We will be back
Carolin Hock & Lolek Lorey

 

Update 6. Juli 2020

Infolge der niedrigen Infektionsraten hat die Hessische Landesregierung letzte Woche umfangreiche Corona-Lockerungen beschlossen. Es gibt neue Regeln für Theater-, Kino-, Konzert- und Sportveranstaltungen.

Grundsätzlich gilt, das

– der Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden muss,
– als Richtgröße sollen pro Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen,
– zwei Hausstände oder maximal zehn Personen können sich gemeinsam ohne Mindestabstand bei        Veranstaltungen und im öffentlichen Raum aufhalten,
– bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit Sitzplätzen müssen diese personalisiert werden,    um eine Rückverfolgung im Fall einer Infektion zu ermöglichen,
– Veranstaltungen mit mehr als 250 Besuchern müssen weiterhin vom Gesundheitsamt genehmigt          werden.

Öffentliche Tanzveranstaltungen bleiben weiter untersagt. Die bekannten Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin. Die neuen Regelungen gelten zunächst bis zum 16. August dieses Jahres. (Quelle: Frankfurter Rundschau vom 04.07.2020)

Bleibt schön gesund ! Ben vom Hörnerv

 

Update vom 5.07.20

Am 2.07. fand die Kundgebung “Wir für Euch” statt. Ein Weckruf der Frankfurter Veranstaltungsbranche, denen infolge der Covid19-Krise sämtliche Aufträge weggebrochen sind. Sie fürchten Insolvenzen und befürchten in Hartz4 zu landen, sollte sich nichts ändern. Etwa 200 Personen hatten an der Demo teilgenommen, die sich morgens um 11 Uhr auf der Weseler Werft am Main einfanden. Nach den eindringlichen Eröffnungsreden der Veranstalter an die Berliner Politik gerichtet, zog die Meute zum Willy-Brandt-Platz und von dort, über Sachsenhausen wieder zurück zum Treffpunkt, wo extra für diesen Anlass eine Bühne installiert wurde. Hier ein paar Fotos mit dem Hinweis, das diese wegen Kamerastreik erst zum Abschluss der Demo entstanden sind. Da war´s schon ein wilder Haufen, der trotzdem tapfer alle Hygieneregeln eingehalten hat. Sollte sich nichts ändern wird es nicht die letzte Demo gewesen sein …

*Zum Beitragsfoto: Hier – vor der Bühne – steht BumBum Ulli gemeinsam mit den Organisatoren. Ulli hatte die Demo schlagkräfig mit einer umgeschnallten Bassdrum und einer peruanischer Flöte zum Tanzen gebracht. Respekt !

 

Update: 20. Juni 2020

Die hessische Landesregierung teilte am Donnerstag, den 18. Juni mit, dass generell ab Montag (22.06.) in Hessen wieder größere Veranstaltungen mit einer Anzahl von bis zu 250 Personen (bislang 100) zugelassen werden, sofern die Hygieneregeln eingehalten werden.

Großveranstaltungen wie Volksfeste bleiben bis Ende Oktober 2020 weiterhin geschlossen.

Update: 08. Juni 2020

1 Milliarde für die Kultur

Seit letzten Donnerstag wissen nun endlich offiziell wieviel Kunst der Bundesregierung wert ist. Nach langer Zeit des Wartens, hat nun am 04.06. Kultur-Staatsministein Monika Grütter das Hilfspaket für Kultur und Kulturschaffende verkündet. 1 Milliarde Euro stehen zum Abruf bereit. Der Kampf ums Geld kann beginnen. Verteilt wird nach unterschiedlichen Kriterien:

1. 250 Millionen für pandemiebedingte Investitionen wie z.B. Hygienemassnahmen

2. 450 Millionen für KünstlerInnen damit ihre künstlerische Arbeit weiter ermöglicht werden kann

3. 150 Millionen für „Neustart“ für neue Formate und Programme, die der Vernetzung,     Verständigung im Kulturbetrieb dienen

4. Vom Bund geförderte Kuturbetriebe können einen Ausgleich zu ihren Einnahmeverlusten beantragen.

Mehrfachanträge sind möglich.

Zum Thema sind zwei sehr interessante Zeitungsartikel erschienen. a) Tagesspiegel online vom 04.06. „Eine Milliarde gegen den Corona-Stllstand, b) Süddeutsche Zeitung vom 03.06. „Die Seuche, die Kunst und das Geld).

Wir wünschen viel Erfolg und starke Nerven ! Ben vom Hörnerv

Money Money Money - must be funny - in the rhich man´s world
Money Money Money – must be funny – in the rhich man´s world

Update: 01. Juni 2020

Nach 12 langen Wochen des Wartens kündigt die Bundesregierung nun für kommende Woche unter Federführung von Monika Grütters ein Hilfspaket für die Kulturszene an. Wir sind gespannt und können´s kaum Erwarten.

Die Welt rockt nur noch leise (Update vom 28.05.2020)

Nun befinden wir uns schon in der 12ten Woche nach dem lock down infolge der Covid 19 – Epidemie. Für die freischaffenden Menschen in und für die Kulturbetriebe und MusikerInnen steht nach wie vor kein wirklicher Rettungsschirm bereit. Während Konzerne wie die Fluggesellschaft Lufthansa mit 9.000.000.000 €uro (9 Milliarden) subventioniert werden, bleibt für die Livemusik-Kultur nur ein Achsel zucken übrig.

Die allmählichen Lockerungen der letzten Tage und Wochen schließen auch weiterhin Großveranstaltungen bis mindestens 31.08. aus. Es gilt „Superspreading-Events“ (Virenschleuder-Parties) zu vermeiden. Also wird es auch auf lange Sicht sehr leise bleiben. Es wird im Sommer weder Tourneen noch Festivals geben.

Die Zukunft ist wie immer ungewiss. Man wird sich infolge der Lockerungen auf lokale Ausbrüche (Hotspots) einstellen müssen.

Es empfiehlt sich auch weiterhin die Hygieneregeln, den Sicherheitsabstand (1,50m) zu Personen zu beachten und einen sauberen Atemschutz zu tragen. Der Corona-Virus ist manchmal nur einen tausendsten Millimeter klein und wird (von Infizierten) oft durch Atemluft, Sprechen oder Singen in Tröpfchenform freigesetzt. Große Tropfen fallen nach kurzer Strecke zu Boden, den Winzlingen gelingt es mittels Aerosolen bis zu 3 Stunden in der Luft zu stehen.

„Frische Luft ist des Coronas ärgster Feind“, sagt Virologe Drosten (Frankfurter Rundschau vom 27.05.2020)

Wer weiß, vielleicht wird es doch noch im Spätsommer in Eventlocations wie der Hafen 2 oder die Kommune 2010 in Offenbach kleine aber feine Open Air Festivals geben können.

Fest steht die alternative Szene braucht Alternativen. Sonst wird es eng im Turbo-Subventions-Kapitalismus.

Jammern hilft nicht. Jamen schon – mit Abstand versteht sich.
Viel Spaß dabei, Rock on & bleibt schön gesund

Ben vom Hörnerv

Kontakt: Bernd@virusmusik.de

virus 2

 

Stand: 26. April 2020

Soloselbstständige erhalten (kleine) Hilfe von „Kulturzeiter“

Daniela Cappelluti – Euch u.a. vielleicht bekannt  von „Danielas Ausgehtips“ – hatte vor gut 2 Wochen die Initiative „Kulturzeiter“ gegründet, um für eine schnelle Hilfe für die Solo-Selbstständigen zu sammeln. Bislang wurden 60.000 Euro gespendet. Damit konnten 49 KünstlerInnen aus unterschiedlichen Branchen mit je 500 Euro unterstützt werden. Soloselbstständige, Künstler und Kulturschaffende aus Frankfurt und Offenbach können sich unter https://www.kulturzeiterin.de bewerben.

Ben vom Hörnerv

 

Stand: 23. April 2020

Soloselbstständige

Unter der Headline „Keine Soforthilfen für Soloselbstständige – Kleinstuntenehmer fallen durch den Rost“ berichtet die Frankfurter Rundschau heute über Selbstständige, die bislang nicht in den Soforthilfeprogrammen von Bund und Länder berücksichtigt wurden. Soloselbstständige sind Ein-Mann, Eine-Frau-Unternehmen, die aus dem eigenen Wohnzimmer arbeiten und keine GmbH betreiben. Dies betrifft besonders viele Jobs im Kulturbereich. Laut Zeitung hat das hessische Wirtschaftsministerium bereits beim Bundeswirtschaftsministerium interveniert und Klarstellung gefordert.

Soforthilfen für Unternehmen mit 5-50 Beschäftigten unter: rp-kassel.hessen.de  oder  wirtschaft.hessen.de

Darlehen wickelt die landeseigene WI-Bank ab. www.wibank.de

von Ben vom Hörnerv

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Stand: 3. April 2020

Infolge der Covid-19 Pandemie steht spätestens seit dem 12. März unser aller Kulturleben still. Alle Konzerte mussten abgesagt oder verschoben werden. Mit fatalen Folgen für alle Musiker und Kulturschaffenden, den Solo-Selbstständigen und Freiberuflern, die aufgrund des Kontaktverbots von mehr als 2 Personen in eine existenzbedrohende Lage gerutscht sind.

Auch wir von VirusMusik (gegründet Kick e.V.) mussten leider unsere Teilnahme an der 40. Internationalen Musikmesse in Frankfurt sowie zwei Newcomer TV Frühlingskonzerten in der Portstraße in Oberursel absagen. Ob das Museumsuferfest 2020 mit unserer Gemeinschaftsbühne vom VirusMusik & radio x wie gewohnt stattfinden kann steht noch in den Sternen. Wir drücken unsere frisch gewaschenen Daumen und können es kaum erwarten Euch wieder leibhaftig erleben und weiter entertainen zu dürfen.

*Für Frankfurter Kulturschaffende die durch die Krise besonders hart getroffen sind, hat das Kulturamt der Stadt Frankfurt einen Notfalltopf von zunächst 200.000 Euro eingerichtet. Er hilft denjenigen im Kulturbereich, die bei den Maßnahmen von Bund und Land möglicherweise durchs Raster fallen. Antragsberechtigt sind Einzelkünstler und KünstlerInnen, Künstlergruppen und Kollektive aus Frankfurt.

Formlose Anträge können ab sofort per Brief an

a) das Kulturamt Frankfurt am Main
Brückenstraße 3 – 7, 60594 Frankfurt am Main
Telefon +49 (0) 69 212 36325, Fax +49 (0) 69 212 37859
info.amt41@stadt-frankfurt.de

gerichtet werden sowie

per Mail an kulturfoerderung@stadt-frankfurt.de
Die Förderung ist zwischen 500 Euro und höchstens 5000 Euro gestaffelt und wird zunächst als rückzahlbare Zuwendung gewährt.

Unter www.kultur-frankfurt.de/FoerderungCovid-19 hat das Kulturamt eine Übersicht von kurzfristigen Fördermöglichkeiten mit links und Infos auf einem Blick zusammen gestellt. *(Stand 29.03.2020 – Interview mit Ina Hartwig in der Frankfurter Rundschau online)

Bis dahin erfahrt Ihr täglich Neues von uns von 17 – 18 Uhr in unseren Sendungen auf radio x, dem Frankfurter Stadtradio.  www.radiox.de

Nutzt die Zeit – seid kreativ & bleibt gesund ! Ben vom Hörnerv

Kontakt: Bernd@virusmusik.de