RUSH – In Memory of Neil Peart

RUSH – In Memory of Neil Peart

Hörnerv – Vertretung (für Cord) Sonntag, 26.01.2020

Hinweis: Die Sendung steht für die nächsten 7 Tage unter www.radiox.de +7 als Podcast zum nachhören oder weiter empfehlen zur Verfügung !

Die Playlist:

Part 1 (CD remastered)

1. Xanadu (A farewell to Kings 1977)

Hörnerv“ heute – anstelle der „Szene Sachsenhausen“ meines Kollegen Cord Kunze, der mit seiner Bassgitarre unterwegs auf dem „Blues Cruise“ ist und – mit Musikern und Gleichgesinnten – durch die Karibik schippert. Bestimmt trägt er ein Hawaii Hemd.

Euer Moderator hier in Studio 2 von radio x trägt Schwarz, denn sein absoluter Lieblingsdrummer, Neil Peart, verstarb am 7. Februar an die Folgen eines Hirntumors.

Deswegen widme ich diese Show heute ausschließlich Neil Peart und den frühen Jahren von RUSH.

Neil Peart

Neil Peart

Dabei gilt die Konzentration auf 5 Alben ihrer Schaffenszeit von 1975 bis 1978. Aus meiner Sicht die kreativste Phase des Trios.

RUSH waren lange in Europa Unbekannte. Nach ihrer Gründung 1968 bedurfte es mehrere Anläufe und Umbesetzungen. Neil Peart übernahm die „Schießbude“ 1975 und war fortan für die meisten Texte, die sich zwischen Sciene Fiction und Philosophie bewegten verantwortlich. Wie auch im nächsten Song.

By Tor + The Snow Dog vom 2. Album „Fly by night“ aus dem Jahre 1975. Er beschreibt den Kampf eines Bösen (By-Tor) gegen einen guten Ritter (Snowdog).

Part 2 (Record)

(By-Tor & The snow dog (Fly by night 1975) + In the valley / The fountain (Caress of steel 1975)

Neil Peart war nicht irgendein Schlagzeuger, der sich darauf beschränkte der Band eine Rhythmus zu geben, sondern einer, der die Musik mit entwickelte und nicht nur schlagzeugtechnisch in neue Sphären geleitete.

Seine versiertes und komplexes Spiel war wirklich außergewöhnlich.

Das bedurfte natürlich genauso verspielter und kreativer Bandkollegen, nämlich dem Gitarristen mit russischen Wurzeln, Alex Lifeson, der auch RUSH gründete und seinen Klassenkameraden, Geddy Lee an der Bassgitarre.

RUSH: Geddy Lee, Alex Lifeson, Neil Peart (v.l.n.r.)

RUSH: Geddy Lee, Alex Lifeson, Neil Peart (v.l.n.r.)

Übrigens war es eine Kollegin, die Radioredakteurin Donna Halper vom Sender WMMS in Cleveland/Ohio für die Entdeckung verantwortlich. Dort spielte die regelmäßig in ihren Sendungen Songs von RUSH und hatte damit den Stein ins Rollen gebracht.

Und in der Tat – auch wenn sich die Medienlandschaft in den letzten 40 Jahren sehr verändert hat, so ist das Radio immer noch ein Medium, das viel zu bieten hat.

Gerade wir hier im radio x, die wirklich frei, unabhängig und ehrenamtlich an den Start gehen, bieten Euch seit 23 Jahren ein abwechslungsreiches und spannendes Programm um Themen, wie Ihr sie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kaum zu hören bekommt.

Eigentlich steht meine Sendung „Hörnerv“ eher weniger für Superstars aus Übersee sondern widmet sich eher der Rock, Reggae und Wordmusic der regionalen Szene in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet.

So auch in meiner nächsten regulären Sendung am Mittwoch, den 5. Februar mit Studiogästen der Rockband „Firstborn Unicorn“ aus Frankfurt. Sie haben ihr erstes Album im Gepäck und noch bevor es offiziell veröffentlicht wird, können Ihr es – ganz exklusiv für radio x hören.

Wir begeben uns zurück in unsere Zeitmaschine und fliegen mit RUSH in das Jahr 2112.

2112 lautet der Titel ihres 4. Studioalbums, erschienen im Frühjahr 1976. Die Story basiert auf den Roman „Anthem“ der russisch stämmigen Autorin Ayn Rand uns spielt im Jahr 2112 in einer fernen Galaxie, die von „wohlwollenden“ Priestern regiert wird. Ein anonymer Protagonist findet zufällig ein Utensil aus einer längst vergangenen Zeit und macht sich mit seiner Handhabung vertraut. Es handelt sich bei diesem Fund um eine Gitarre. Diese Entdeckung wird von den Priestern stolz präsentiert. Diese lehnen die Entdeckung überraschenderweise ab und wollen sie nicht ihrem Volk zugänglich machen. Die Gitarre würde nicht in ihren Plan der von ihnen regierten Gesellschaft passen. Gitarre wird deshalb von einem Priester zerstört. Der anonyme Finder sieht nun keinen Sinne mehr in seinem leben und beschließt Selbstmord zu begehen.

Part 3 (Record)

2112 (1976) Overture, The temples of Syrinx + Something for nothing (All the world´s a stage – Live Toronto Juni 1976)

Natürlich sind 60 Minuten Sendezeit viel zu kurz für eine RUSH Biografie. Aber die Zeit kann reichen um den Altrockern unter Euch Vitalität einzuhauchen und jungen Musikern, die RUSH vorher vielleicht noch nicht kannten, ein ordentliches Fundament aus Handwerk und Fantasie ans Herz zu legen. Seid ruhig mutig, geht eigene Wege und folgt nicht einem Trend der Zeit. Entdeckt Neuland.

1977 war RUSH zum ersten Mal in Großbritannien auf Tournee um ihr 5. Album „A farewell to kings“ zu promoten. Das Album wurde in Wales aufgenommen und Geddy Lee setzte erstmals zusätzliche Keyboard und Synthieparts ein. Damit begann auch ihre Entwicklung zum internationalen Top Act.

Neil Peart wie auch seine Musikerkollegen Alex Lifeson und Geddy Lee erhielten für ihr Spiel mit den Instrumenten unzählige Auszeichnungen. 1983 wurden RUSH in „The hall of fame“ aufgenommen, bekamen 2010 einen Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“, wurden 1994 mit der Canadian Music Hall of Fame geehrt und erhielten 2012 den höchsten kanadischen Orden für Künstler.

2015 erklärte Neil Peart in einem Interview sich aus der Band zurück zu ziehen. Schon damals hatte er mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Schließlich lösten sich RUSH nach 20 Studioalben im Jahre 2018 auf.

Part 4 (CD remastered)

Cygnus X-1 (A farewell to Kings 1977) + La Villa Strangiato (Hemispheres 1978)

Stay tuned ! Ben vom Hörnerv

nächster Hörnerv: Mi., 5. Februar, 17 – 18 Uhr, mit Studiogästen von FIRSTBORN UNICORN (Frankfurt) und neuen Album als Pre-listing exklusiv für radio x !

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