30 Jahre VirusMusik (1991 – 2021) Unsere Geschichte

Wir gehören nicht zu denen, die Zahlen gerne hoch hinaushängen. Unsere Leidenschaft gilt der Musik – am besten selbst kreiert und handgemacht. Das wir jetzt nun plötzlich jubilieren, hat uns selbst ein wenig überrascht. So schnell verging die Zeit. Aber es war und ist auch immer viel los. Bei uns gilt nach dem Event ist vor dem Event. Euer Team von VirusMusik wünscht spannende Unterhaltung – auch beim Lesen. (*Beitragsfoto: Detlef Kinsler)

Inhaltsverzeichnis :

I. Der Bunkergeist

a) Das Rad der Zeit

b) Die 70er – Der Aufstand

 

II. Wie alles begann

a) 1991 Gründung von Kick e.V. / Das VirusMusik Büro im Kulturbunker Germaniastraße

b) 1. Frankfurter Rockmesse (1991)

c) Innovative Festivalkonzepte von Beginn an

 

III. Bedeutende Events

a) Atemlos-Festivals (1992 u. 1999)

b) Gutleutstraße 77 (2000)

c) WortArt-Festival (2000)

d) Gedränge statt Plastik (2001) u. der VirusMusik-Bandkatalog

e) Carsten oder Kerstin (2002)

f) VirusMusikRadioShow (seit 2008)

g) Museumsuferfest Frankfurt (seit 2000)

h) VirusMusik auf der internationalen Musikmesse in Frankfurt (seit 2004)

i) Parade der Kulturen (2003 – 2006)

j) Hessentagsradio

 

IV. Weitere Projekte

a) Bandkatalog (2002 –

b) Der VirusMusik-Plattenladen (1996 – 2009)

c) Kick´n´Roll – die Musikzeitschrift

c) i-pages – das Musikbranchenbuch für die Region (1999 – 2014)

 

V. Umbenennung von Kick e.V. in VirusMusik (2006)

 

VI. Kooperationen mit Veranstaltern, Radio- und TV-Stationen

a) radio x (seit 1997 täglich On Air)

b) Musikbühne Sommerwerft-Festival – gemeinsam mit dem protagon e.V. und der
     antagon Theateraktion (2000 – 2010 und seit 2016)

c) Livemusik Fernseh-Produktionen mit Newcomer TV

d) VirusMusik mit Newcomer TV im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (HR, WDR,
      EinsFestival (ARD))

e) Kooperation mit Rhein-Main TV

f) Standort – das grenzunterschreitende TV-Musikmagazin im Offenen Kanal Rhein-Main

 

VII. Etablierung, Professionalisierung, Vernetzung

 

VIII. Corona-Krise und Einschnitte durch die Lockdowns

a) Die Corona-Krise – Wir mussten uns neu erfinden

b) Einschnitte durch den Lockdown – Videolivestream via Internet

 

IX. Schlusswort Sepp´l Niemeyer

Noch ein Originaltext aus schweren Zeiten. Gefunden im Leunabunker in Höchst

 

I. Der Bunkergeist

a) Das Rad der Zeit schuf aus ehemaligen Luftschutzbunkern ein
Musikerparadies

Es ist schwer vorstellbar wie hart die Arbeiter für den Bau der Bunker schuften mussten. Es gab weder Maschinen noch ausreichende Ernährung. Viele der am Bau Beteiligten waren Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangene und wurden vom grausamen damaligen NS Regime dazu gezwungen. Nicht nur der Geist der Unterdrückung und Versklavung der Arbeiter, auch die Angst der Hilfesuchenden das Leben im Bombenhagel der Alliierten zu lassen ist noch heute spürbar. Am 11. Dezember 1944 wurde Alt-Bornheim verwüstet.
Spreng- und Brandbomben zerstörten viele Bornheimer Viertel. Auch der Germaniabunker, heutiger Sitz unserer „Geschäftsstelle“, wurde durch eine Fliegerbombe getroffen und der Dachstuhl zerstört.

Unmittelbar nach Ende des 2. Weltkriegs diente alles was noch als halbwegs bewohnbar erschien als Flüchtlingsherberge – so auch die ehemaligen Luftschutzbunker, die damit zur Notunterkunft für Menschen ohne Bleibe wurden.

Nach den Schockwirren des Krieges und bis Anfang der 70er waren die Bunker oftmals nur Lagerraum, aber auch Ort von dubiosen Geschäften. Es existierte eine Art Mischbelegung, denn auch Karnevalsvereine und Sozio Kulturelle Initiativen zählten zu den Mietern. So probten bereits die ersten Rockbands in den Bunkern, die vom Liegenschaftsamt der Stadt und der Branddirektion verwaltet wurden.

Aufgrund der Materialknappheit im 2. Weltkrieg waren die Bunkerinnenräume nackt und blass, über einen Raum mit Fenster zu verfügen galt als absoluter Luxus. Auch das Baumaterial war schlecht, es existierte kein Schallschutz. Wegen lauten Musizierens bekamen Rockbands Probleme mit Menschen aus ihrer Nachbarschaft.

Wir wollten einen Freiraum schaffen für Menschen die laute Musik mögen, einen Ort haben, an dem ungestört laut E-Gitarre gespielt und das Schlagzeug so laut sein kann wie es eben klingt. Endlich einen festen Proberaum finden aus dem man nicht schon wieder nach kurzer Zeit raus geschmissen wird. Proben heißt auch ausprobieren. Innovationen entstehen meistens in den kleinsten Szenen, da wo man experimentierfreudig ist.
Damals existierte keine Proberaumsicherheit, man übte in einer Garage und wenn, dann meist nur kurz.

Umso erstaunlicher ist es, dass heute, fast 80 Jahre später, in den Bauten der Nazis der Geist von Freiheit, Kultur und Völkerverständigung weht.

b) Die 70er – Der Aufstand

Seit 1974/1975, etwa zur Zeit der Erfindung des Ghettoblasters, waren in den ehemaligen Luftschutzbunkern u.a. auch die ersten Proberäume für Bands entstanden. Die Mittel für eine Erstausstattung wurden von den Musikern selbst erwirtschaftet, es gab aber auch großzügige Spenden für die Ausrüstung und PA, sogar ein Klavier wurde dem Leuna Bunker in Höchst gespendet. Dadurch wurde quasi erstmals die Tür für mehr Menschen zur Musik geöffnet, die Spaß am selbst musizieren hatten.

Wir, die MusikerInnen, hatten davon erfahren, dass die bislang eigentlich illegal besetzen Bunker verkauft werden sollten und wussten für Kultur ist die Stadt zuständig. Es entstand die Initiative „Berstende Bunker“. Ihre Forderung: Die Stadt möge diese übernehmen.

Es verstrichen mehrere Jahre mit ergebnislosen Verhandlungen. Schließlich brachten Irmgard Tennagels, die erste Rockbeauftragte (heute Referentin für Popularmusik) der Stadt und Doris, die Managerin von Flatsch Sänger Gerd Knebel den Stein erneut ins rollen und forderten mehr Aufmerksamkeit für die Szene. In der Batschkapp fanden erste Konzerte von regionalen Bands statt. Dann haben wir ein paar Jahre daran geplant einen Mega Event auf die Beine zu stellen. Gemeinsam mit den anderen Bunker-Interessierteren wurde eine Strategie überlegt. Federführend war Fritz Müller der sich– im Gegensatz zu uns – auch im politischen auskannte. Auch Sepp´l Niemeyer war eine treibende Kraft. Wir haben uns über Jahre immer wieder getroffen, Flyer verteilt, auf uns aufmerksam gemacht und waren im Kulturausschuss der Stadt Frankfurt vorstellig.

Es gab ein gemeinsames Interesse weil unsere bisherigen Existenzen bedroht wurden.
Wir hatten Angst davor, dass die Bunker einfach platt gemacht würden. Anfangs hatten wir uns nur sehr lose verständigt. „Ist das bei euch auch so, habt ihr gehört, die rot-grüne Stadtregierung will die Sache sprengen“ ?
Es war schon einzigartig das sich so viele MusikerInnen aus verschiedenen Frankfurter Stadtteilen gemeinsam für ein Ziel engagiert haben. Wir wurden neugieriger und trafen uns verstärkt in den kleinen und großen Frankfurter Musikclubs, vornehmlich denen mit Livemusik, um uns zu beraten. Schnell stellten wir fest, das sich unsere PolitikerInnen mit unserem Thema überhaupt nicht auskannten. Uns ging es um bezahlbaren Raum für Kultur, den Bands und MusikerInnen eigenständig nutzen können um sich weiter zu entwickeln. Dazu haben wir Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern gesucht und viel mit ihnen geredet. Einmal hatte sogar der Kulturausschuss im Germaniabunker getagt.

Unsere Verhandlungen mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt wurden nicht von allen Mitstreitern positiv gesehen. Es gab Kapitalismuskritik. Die Initiative „Berstende Bunker“ wurde auf gelöst. Die Leute waren müde geworden.

„Ich weiß auch nicht wo wir die Kraft für unsere Überzeugungsarbeit hergenommen haben“ (Sepp´l Niemeyer). Bis zum tatsächlichen erfolgreichen Abschluss verging viel Zeit. Es dauerte 13 Jahre und wir hatten schon gar nicht mehr daran geglaubt. Die Bunker standen zum Verkauf durch das Bundesvermögensamt an. Um den Preis wurde gefeilscht und gerungen, dann kaufte die Stadt Frankfurt im Jahre 1996 fünf Musikbunker.

Es gab für auf 20 Jahre befristete Mietverträge. Und dann ging plötzlich alles ganz schnell. Das Bauamt der Stadt Frankfurt schaltete sich ein und forderte (vom Leunabunker in Höchst): „Entweder geht es jetzt los oder wir machen dicht.“ Am Montag darauf wurden bereits die alten Stromleitungen heraus gerissen. Der für die Brandschutzsicherheit zuständige ehemalige Branddirektor Ries stellte fest: „Jeder Häftling bekommt mehr Sicherheit geboten als ihr“.

Damit begann die Zeit der heftigen Umbauarbeiten in den Bunkern, bei denen auch die neuen Mieter – Bands und KünstlerInnen – kräftig mit Hand anlegen mussten, und mit Bohrern, Meiseln, Schweiß und Blut für ihren künftigen Übungsraum schufteten.

Die damaligen Kulturdezernentin Linda Reisch (SPD) – zu Zeiten von OB von Schöler- wie auch Irmgard Tennagels als Stadtbeauftragte Referentin für Popularmusik tragen einen wesentlichen Anteil daran, dass die Stadt Frankfurt 6 Bunker gekauft hat.

Die Stadt forderte von uns eine stabile Verwaltung und Rechtsform, deswegen haben wir uns in Initiativen organisiert und später dazu die Vereine gegründet.

II. Wie alles begann
a) 1991 Gründung von Kick e.V.

Die rauchen Köpfe. Ein Foto aus der frühen Gründungsphase.

Die Idee zur Gründung des Kick e.V. – mit dem Ziel Musikförderung zu betreiben – entstand von Sepp´l Niemeyer mit den Kontakten zu Fritz Müller, Maria Schmidt, Irmgard Tennagels – journalistisch zu Detlef Kinsler, Thomas Stillbauer und Norbert Krampf (alles Musikredakteure).

Es wurde ein Bunkerbeirat gegründet, der sich regelmäßig traf um regelmäßige Projekte anzuschieben. Anfangs geschah das mit viel Euphorie, alle waren begeistert, doch dann lies das Interesse nach und es wurde Kritik laut, man feiere nur sich selbst.

In den Bunkerräumen konnte von nun an nicht nur geprobt werden sondern auch Musikproduktionen waren möglich. Die Bands haben sich Equipment zugelegt und im Bunker selbst produziert.

Die Musikinitiative Kick wurde 1991 gegründet um den Veranstaltungszweig abzudecken. Verein zur Förderung der Livemusik-Kultur, so will es unsere Satzung. Von Anfang an hatten wir auf unsere Fahne geschrieben Musikabende und Festivals der besonderen Art kreieren zu wollen. Eben wirkliche Höhepunkte zu schaffen, die bestenfalls unvergesslich bleiben würden.

Das VirusMusik Büro im Kulturbunker Germaniastraße

Hier in der Schaltzentrale und umgeben von Übungsräumen für Musik laufen seit 1991 die Fäden zusammen. Bei Käpt´n Kick alias Sepp´l Niemeyer, dem Motor unserer Kulturinitiative stehen die Telefone niemals still, die Internet-Rechner rattern unentwegt.

                      Käptn Kick in Action

Ein Netzwerk will gefüttert werden, die Kontakte zu MusikerInnen, Labels, Plattenfirmen, Veranstaltern, Journalisten, Fans und allen Menschen die in Verbindung zur Livemusik stehen, müssen gepflegt und und die neuen Medien bedient sein. Tagesaktuelle Nachrichten werden umgehend an unsere Radioredaktion, die täglich auf radio x sendet, weiter geleitet. Im Büro werden unsere Veranstaltungen  konzipiert, organisiert und abgewickelt. Es gilt zugleich als Treffpunkt, Informations- und Kommunikationsort für die regionale Musikszene. Wir helfen und beraten interessierte – meist junge Menschen – beim Einstieg in die vermeintliche Musikkarriere. Wir sind auch Sprachrohr, denn wir vertreten die Interessen der MusikerInnen gegenüber politischen Gremien, den Unternehmen der freien Wirtschaft und den Medien.

b) 1. Frankfurter Rockmesse (1991)

Mit diesem Spektakel wurde der Fokus erstmals richtig auf die heimische Musikszene gelenkt. Wir konnten erfolgreich aufwirbeln und etwa 10.000 Besucher pilgerten zu den über sechzig Bands, die innerhalb einer Woche und bei freien Eintritt auf 9 Bühnen in der Stadt spielten. Parallel dazu erschien von uns ein Bandkatalog, eine Videodokumentation über die Frankfurter Musikszene, ein Kassettensampler mit dem Titel „Die geilen Götter Frankfurts“ sowie die erste Kick´n´Roll Musikzeitung. Wir bekamen die erhoffte Medienresonanz. (U.a. Presseartikel „Die Karawane zieht weiter“ (Thomas Stillbauer))

c) Innovative Festivalkonzepte von Beginn an

Unsere Konzert- und Festivalabende bieten den BesucherInnen auch immer die Möglichkeit in ungeahntes Terrain vorzustoßen. Wir wollen künstlerisch spannende Konzerte liefern, die sich am Puls der Zeit orientieren, experimentierfreudig sein und das auch gerne genreübergreifend; Einen Event kreieren den es nicht an jeder Ecke gibt. Das gilt vom guten Ton an, über eine spannende Bandauswahl bis hin zum Szenenbild und zur Bühnenpräsentation.

III. Bedeutende Events

a) Atemlos-Festivals (1992 u. 1999) und WortArt-Festival (2000)

Unser 1. Atemlos-Festival fand 1992 statt, das 2. 1999 im Sinkkasten.
(Weitere Informationen folgen hierzu in Kürze)

b) Im Jahr 2000 wurde im Rahmen des Passagen Festivals – Europas Kulturen im Wandel – unter der Regie der Musikprofessorin Annemarie Rolofs die „musikalische Reality-Soap“ Gutleutstr. 77 im Bockenheimer Depot uraufgeführt. Unser Thema widmeten wir einem Dauerbrenner für Menschen in einer Stadt wie Frankfurt sie ist. Der Verdrängung von Mietern aus einem Wohnhaus. Zum Bühnenbild zählte ein Kiosk, eine Wanderbaustelle, ein Camping Zelt und ein Campingwagen, der nur mit gemeinschaftlicher Kraft aller Anwesenden auf die Bühne gerollt werden konnte. An dem Projekt waren ca. 60 KünstlerInnen und Künstler aus der regionalen Musikszene beteiligt gewesen. Auch ohne Generalprobe war es uns gelungen einen besonderen, denkwürdigen Abend zu kreieren. Das Videoteam von Ultimative Camera Eyes (UCE) hat das komplette musikalische Bühnenstück aufgezeichnet und im Video verarbeitet. Zu sehen ist es hier: www. (Der link dazu folgt in Kürze)

c) Noch im gleichen Jahr organisierten wir das WortArt- Musik-Festival, mit Künstlern aus der Musik- und Literaturszene, die spannende kreative Verbindungen von Literatur und Musik ausleuchteten. Im Programm standen u.a. die WortakrobatenInnen der regionalen Dada-Szene.

d) Inspiriert von der anstehenden Liveübertragung des MTV Music-Award 2001 aus der Frankfurter Festhalle, entwickelten wir parallel dazu das viertägige Musikspektakel Gedränge statt Plastik-Festival. Im eigens zum Festival frisch gedruckten aber auch online gestellten Bandkatalog präsentieren sich 575 Bands. Außerdem wurde ein CD Sampler und die aktualisierte Ausgabe der i-Pages 2002 veröffentlicht.

e) In Anlehnung an die unzähligen Castingshows die seinerzeit über die Republik herfielen um junge Talente zu entdecken, warteten wir 2002 mit unserer multispektralen Casting-Show Carsten oder Kerstin auf. Es wurde geprüft und getestet und so manches Talent versagt unter den unerbittlichen Augen der Jury. Bei all den unterhaltsamen Castings drängte sich uns die Frage auf: „Warum wird eigentlich immer nur der künstlerische Nachwuchs gecastet? Kann man den Spieß nicht einmal umdrehen um Promoter, Manager oder Veranstalter zu casten?“

f) VirusMusikRadioShow (seit 2008)

Ein reines Online Festival ohne Publikum. Die VirusMusikRadioShow 2020 (hier mit Fooks Nihil) aus der Batschkapp.

Jährlich und immer kurz vor Beginn der Weihnachtszeit präsentieren wir seit 2008 die mittlerweile schon kultige VirusMusikRadioShow.

In szenebekannten Frankfurter Spielstätten wie dem Sinkkasten, Das Bett, Horst und seit 2020 in der Batschkapp zeigen wir in einem Livemusik Nonstop Programm die „Creme de la Creme“ der regionalen Musikszene. Die Stars und Sternchen von übermorgen. Im Focus stehen dabei 7 Bands, Acts und KünstlerInnen, denen es mit ihrer Kunst gelungen ist im gleichen Jahr die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Von Beginn an wird die VirusMusikRadioShow live von radio x ausgestrahlt und ist somit auch weltweit zu empfangen.

Corona bedingt musste die Show 2020 in der Batschkapp leider ohne Publikum auskommen. In einem Plan B wurde der gesamte Konzertabend erstmals live im Internet übertragen und ist auch heute noch abrufbar.

Für die VirusMusikRadioShow 2021 in der Batschkapp wünschen wir uns das hochverehrte Publikum zurück. Und das könnte nach derzeitigen Stand gelingen.

g) Museumsuferfest Frankfurt (seit 2000)

Was anfangs mit einer kleinen improvisierten Bühne aus alten Paletten begann hat sich im Laufe der Zeit zu einer standesgemäßen Open-Air Bühne entwickelt. VirusMusik organisiert und finanziert das Programm, welches live auf radio x übertragen wird. Auf der radio x Bühne treten jährlich vierzig Musiker/innen und Bands aus der Region mit eigenem Songmaterial auf. Somit ist die von VirusMusik organisierte radio x Bühne für regionale Musiker/innen und Bands zu einer der wichtigsten Plattformen geworden, wo sie in der Region ihre Musik, ihre Kultur präsentieren und bekannter machen können. Leider mussten wir Corona Pandemie bedingt die MUF´s 2020 und 2021 ausfallen lassen.

Die Gemeinschaftsbühne von VirusMusik und radio x auf dem Museumsuferfest heute

 

h) VirusMusik auf der Internationalen Musikmesse in Frankfurt

Ein Teil unseres Musikmesse Teams 2019

Im Frühjahr des Jahres 2004 begaben wir uns erstmals auf internationales Parkett.
Einerseits ist es dem glücklichen Umstand geschuldet das die Musikmesse in Frankfurt stattfindet, andererseits kam der damalige Organisationschef Wolfgang Lücke auf uns zu, weil er von der Kooperation mit Newcomer TV und unserem Engagement für die Livemusik Szene erfahren hatte. Zudem plante die Messe eine neue konzeptionelle Erweiterung in dem man versuchte, den Event stärker in das Stadtbild zu rücken.

Bis heute sind wir in jedem Jahr mit einem eigenen Messestand vertreten und setzen dabei natürlich unseren Focus auf die regionale Musikszene. Aus unserem „Gläsernen Studio“ senden wir in Reportagen und Interviews via radio x täglich live von der Messe

Mathias Jabs von den Scorpions im Interview mit Ben vom Hörnerv und Christopher von Radio Marburg auf der Musikmesse 2013

Für alle MusikliebhaberInnen ist das Flair einer Internationalen Musikmesse wohl kaum zu toppen. Das gilt auch für unser Team (Foto), dass sich immer eifrig unter das Messevolk mischt um interessante Menschen aus der Musikbranche zu entdecken. Sei es als Interviewpartner für das Mikrofon, als Ideenaustausch oder vielleicht für zukünftige Kooperationen.

Der Messeauftritt von VirusMusik ist in Bezug auf Größe und Ort der uns zugewiesen Standfläche immer wieder etwas anders. Zu Beginn war es uns unter der Beachtung eines festen Zeitplanes noch möglich gewesen, regionale Bands live auf der Bühne in der Messehalle präsentieren zu dürfen. Das erhöhte natürlich das Interesse der Messebesucher und kam bei vielen gut an. Aber nicht bei allen. Das Konzept musste gekippt werden, weil die Geräuschkulisse in den Messehallen Jahr für Jahr weiter nach oben schoss, denn jeder Stand drehte die Verstärker auf und es klang nach Flughafen.
Die Livemusik wurde aus den Hallen verbannt und vor die Tür gesetzt. Seit dem befinden sich auf dem Messegelände verteilt mehrere Open Air Bühnen über die wir berichten aber auch versuchen die eigenen regionalen HeldenInnen der Musik zu platzieren. In 2018 und 2019 waren wir im Rahmenprogramm des Musikmessefestivals mit einer eigenen Bühnenshow eingebunden gewesen. In den großen Messehallen hat sich zuletzt unser „gläsernes Sendestudio“ bewährt. Es gab gute Resonanzen aus Szene und Publikum. Wir hoffen und wollen – nach 2 Jahren Corona geschuldeter Zwangspause – in 2022 endlich wieder mit am Start sein auf der Internationalen Musikmesse in Frankfurt.

i) Parade der Kulturen (2003 – 2006)

Rock´n´Rollen mit dem Traktor und einer Livebühne durch die City von Frankfurt
Unsere Rock´nRollende Bühne durch die Frankfurter City

In den Jahren 2003 bis 2006 beteiligte sich VirusMusik gemeinsam mit den Frankfurter Bunkervereinen und der Kulturwerkstatt Germaniastraße am jährlichen Umzug der Parade der Kulturen durch die Innenstadt. Auf der vom Frankfurter Stadtjugendring organisierten Veranstaltung beteiligten wir uns mit einem zum Riesenradio umgebauten Wagen auf dem Frankfurter Bands live rockten. Gezogen wurde das auffällige und nicht zu überhörende Gefährt von einem Oldtimer Traktor. In Anschluss zur Parade präsentierten wir das Netzwerk unserer Musikinitiativen beim Markt der Kulturen vor der Frankfurter Paulskirche.

j) Hessentagsradio (2009 und 2011)

Unter der Federführung von VirusMusik und seiner Radioredaktion wurde das offizielle Hessentagsradio installiert. 9 Tage lang wurde aus der Halle 1 der Landesschauen in Langenselbold (2009) und Oberursel (2011) aus unserem gläsernen Studio ein 24 Stunden Programm ausgestrahlt.

Glückliche Hessen – unsere Radiocrew vom Hessentag 2013

Es wurden Reportagen, Features und Interviews mit Künstlern, Ausstellern, Politikern, BürgerInnen gesendet. Der Focus unseres Musikangebotes war dabei auf die regionale Musik und dem Fundus des Kulturangebotes in Hessen gerichtet.

 

 

 

 

IV. Weitere Projekte

a) Der VirusMusik Bandkatalog (2002)

Parallel zum Gedränge statt Plastik-Festival veröffentlichten wir erstmals die Druckausgabe unseres Bandkatalog, der aber auch online bereit gestellt wurde. Hier präsentieren sich 575 Bands aus der Frankfurter Musikszene. Zudem wurde unter gleichen Titel ein CD Sampler mit Liedgut Frankfurter KünstlerInnen veröffentlicht.

b) Der Virus-Plattenladen (1996 – 2009)
Den Virus-Plattenladen gab es seit 1995 als physischen Ort im Germaniabunker. VirusMusik hat ihn 2006 Online gestellt. Der Plattenladen war ein Vertrieb für unsigned Bands. Der Musikmarkt ist übersättigt wie nie zu vor. Durch die extrem hohe Marktpräsenz angloamerikanischen Tonträger bleiben interessante heimische Produktionen im zunehmenden Maße auf der Strecke und haben nur geringe Chancen gehört zu werden. Der von VirusMusik organisierte Virus-Plattenladen mit angegliederter Mailorder reagierte auf diese Problemlage. Musiker/innen und Bands jeder Stilrichtung konnten hier ein Publikum finden und sich in den Internetvertrieb aufnehmen lassen. VirusMusik hat den Plattenladen aber vor ein paar Jahren eingefroren, weil bei all den Projekten zu wenig Zeit blieb, sich um den Laden zu kümmern. Der Plattenladen war eine gute Idee, brauchte aber sehr viel Aufmerksamkeit und personelle Zuwendung. Wenn die irgendwann mal da ist, werden wir den VirusMusik-Plattenladen vielleicht wieder öffnen.

c) Kick´n´Roll – die Musikzeitschrift (1991 – ….) (Der Text dazu folgt in Kürze)

d) Die i-pages: Das Musikbranchenbuch für die Region (1999 – 2014)

Im Laufe der Zeit wurden immer weitere Serviceangebote für MusikerInnen installiert, wie z.B. eine MusikerInnen-Datenbank für die Vermittlung von Auftritten.

Lars liebt die i-pages

Von 1999 bis 2014 waren wir Herausgeber der gedruckten Informationsbroschüre i-pages, mit einem kostenlosen Adressenjournal für Bands und MusikerInnen und mit Tipps, Infos, wichtigen Kontakten und Adressen zum Musikbusiness im Großraum Frankfurt.

Aus Kostengründen und in Betracht des Umweltschutzes wurden die i-pages in 2015 und 2016 nur noch online präsentiert. Aufgrund der erweiterten Datenschutzbestimmungen mussten wir dieses Service Angebot einstellen.

 

 

V. Umbenennung von Kick e.V. in VirusMusik (seit 01.01.2006)

Eine Kehrseite unseres stetigen Erfolges war der Auftritt mit unserem gläsernen Sendestudio auf der Internationalen Musikmesse in Frankfurt. Denn dort wurden wir nicht nur von Fans der Musikszene entdeckt. Wir erhielten kurz nach Messeende einen juristischen Brief mit einer empfindlichen Schadenssumme ins Haus gestellt. Aus Gründen des Namens- und Patentschutzes wurde es uns ab sofort untersagt den Namen Kick e.V. weiter offiziell zu führen. Bei Zuwiderhandlung würden wir mit einer Unterlassungsklage vor den Kadi gezogen werden. Das schien uns als zu riskant. Wir als kleiner Musikverein gegen ein großes Medienunternehmen mit Sitz in Köln. Also mussten wir uns wohl oder übel umbenennen. Wir entschieden uns für VirusMusik, denn gute Musik kann und soll ja infizieren.

VI. Kooperationen mit Veranstaltern, Radio- und TV-Stationen

a) radio x (seit 1997 täglich on Air)

Seit 1997 geht VirusMusik mit dem Format VirusMusikRadio täglich von 17 – 18 Uhr, bei radio x, dem Frankfurter Stadtradio live auf Sendung. Pro Jahr werden von unserem Redaktionsteam 365 Sendungen produziert. Bei einer Sendung von 60 Minuten werden dabei durchschnittlich acht Songs gespielt. Das sind ca. 3000 Songs von ca. 2000 Bands im Jahr.

b) Musikbühne Sommerwerft-Festival (2000 – 2010 und seit 2016)

Seit den Jahren 2000 bis 2010 und seit 2016 wieder kuratiert VirusMusik die Livemusik-Bühne des Sommerwerft Theater u. Musikfestivals am Fluss. Gemeinsam mit dem Frankfurter Verein protagon e.V. und dem Aktionstheater antagon präsentieren wir auf dem 14tägigen Open Air Theater- und Musikfestival Singer- und Songwriterinnen der regionalen Musikszene. Hier wollen wir die Musik der Straße erklingen lassen – anfangs noch im geräumigen Beduinenzelt, heute mit einer Open Air Bühne direkt am Main und zu Fuße der EZB gelegen. Für viele FrankfurterInnen und Kulturinteressierte aus der Region ist dieses Festival mit seinen ca. 30.000 Besuchern jährlich zu einem wahren Ausflugsmagnet geworden. Trotz der Corona Pandemie konnte das Festival im Sommer 2020 und 2021 unter Beachtung allgemeiner Hygienebestimmungen stattfinden.

c) Livemusik Fernseh-Produktionen mit Newcomer TV

Itchy Poopzskid live bei Newcomer TV (Foto: C.Wulff)

Mit dem Jahr 2002 zog es uns in neue Sphären hinaus. Zusätzlich zur täglichen Radiostunde auf radio x wollten wir künftig mit unserer Nachwuchsarbeit für junge Talente auch visuell in Erscheinung treten. Mit dem Team um unserem Kooperationspartner Jochen Hasmanis von Newcomer TV produzierten wir von nun an 8 Festival Musikabende in der Musikhalle Portstrasse zu Oberursel. Pro Abend kamen bei vorwiegend jugendlichen Publikum, Bands und KünstlerInnen aus der Region aber auch von weiter, zum Zug.

d) VirusMusik zusammen mit Newcomer TV im öffentlich rechtlichen Fernsehen (HR,        WDR, EinsFestival (ARD)

Es gelang uns die Programmverantwortlichen im Hessischen Rundfunk davon zu überzeugen, unsere Festival-Produktionen aus der Musikhalle Portstrasse im Regionalfernsehen Hessen 3 auszustrahlen. Damit konnten wir erstmals bundesweit auf unsere Stars und Sternchen aus der heimischen Musikszene aufmerksam machen. Die Musikshows wurden sonntags Nacht gezeigt. Pro Sendung konnten wir ca. 40.000 Zuschauer vor die bundesdeutschen Fernsehgeräte locken.

Zusätzlich wurden unsere Festivalabende ab 2005 ein Mal wöchentlich vom WDR und ab Juni 2006 von Eins Festival (ARD) gezeigt.

In der Zeit von 2002 bis 2007 konnten wir ca. 250 Bands, KünstlerInnen aus der Popularmusik aufzeichnen und im öffentlich rechtlichen Fernsehen platzieren.

Als Bestätigung für die guten Leistungen in der Nachwuchsarbeit wurde unser Kooperationspartner Newcomer TV durch eine renommierte Fachjury in der Frankfurter Festhalle und parallel zur Musikmesse 2007 mit dem LEA-Award für „beste Nachwuchsförderung“ ausgezeichnet.

Doch unser Höhenflug wurde jäh beendet. Völlig überraschend und ohne nähere Begründung strich der Hessische Rundfunk plötzlich Newcomer TV aus seinem TV-Programm.

e) VirusMusik und Newcomer TV starten Kooperation mit dem Lokalsender Rhein Main TV

Seit 2014 produzieren wir wieder gemeinsam und im gewohnten Stil mit Newcomer TV unsere Newcomer TV Nächte in Oberursel. Die jährlich 7 bis 8 Shows mit jeweils 4 Bands werden in Kooperation mit dem Lokalsender Rhein-Main TV ausgestrahlt. Einen tiefen Einblick in die regionale Musikszene geben – genau das macht Newcomer TV. Die Sendung zeigt regionale Bands live auf der Bühne und im Interview. Es werden Newcomer-Bands aus allen Bereichen der Musik, von Pop bis Rock, von Jazz bis Metal, von Hip-Hop bis Punk präsentiert. Abwechslung ist garantiert, denn die Region hat musikalisch viel zu bieten.

f) „Standort“ – das grenzunterschreitende Musikmagazin im Offenen Kanal Rhein-Main

Nach einer Idee von VirusMusik ist in Kooperation mit dem Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) Rhein-Main das Musikmagazin „Standort“ entstanden. Unser Moderatorenteam um Frieda und Sepp´l präsentieren via TV und Internet Bands und KünstlerInnen der regionalen Musikszene.

Im Jahr 2021 konnten wir insgesamt 5 Shows mit jeweils 2 bis 3 Acts produzieren. Dabei wurden aktuelle Musikvideos der KünstlerInnen präsentiert und diese ausführlich in Interviews – unseren Balkongesprächen – vorgestellt. Hier spielte aber nicht nur die Musik die erste Geige. Vielmehr wurden auch gesellschaftlich-politische Themen besprochen, die durch die Cov19-Krise – gerade in der Musikwelt – ausgelöst wurden.

Im Musikmagazin „Standort“ sollen neben MusikerInnen aus Bands auch Veranstalter und Kulturschaffende zu Wort kommen, die trotz der kritischen Pandemie bedingten Lage auch weiterhin von ihrer Musik und Tun inspiriert sind, und diese Inspiration an ihre Fans weitergeben möchten. (Überlebens-) KünstlerInnen die von ihrem momentanen Alltag
erzählen, von neuen Projekten, die sie angeschoben haben, von Alben, die sie produzieren und von der Kraft, die sie durch ihre eigene Musik bekommen, berichten.

Jede „Standort“ Folge wird in den den TV-Studios des MOK Rhein Main in Offenbach gedreht. Pro Sendung bedarf es von der Entwicklung bis zum fertigen Schnitt eine Produktionszeit von ca. 4 Wochen.

Die Sendungen werden jeweils aktuell in einem Zeitraum von 3 Wochen im Offenen Kanal Rhein Main gezeigt und sind danach in der Mediathek vom MOK weiter abrufbar.

https://www.mediathek-hessen.de/

Rhein-Main – Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) lpr-hessen.de

g) Rock gegen Rechts (2018)

Am 01.09.2018 fand unter der Federführung des DGB Frankfurt ein Rock gegen Rechts Festival auf dem Opernplatz statt. Mit am Start waren neben bekannten regionalen Musikszenegrößen auch VirusMusik, die zusammen mit den Kollegen von Radio Sub und via radio x in Backstage-Gesprächen vom Festivalgeschehen live berichteten.

(zu Foto: Interviewpartnerin war damals auch die Schirmherrin, Claudia Roth, Bundestagsvizepräsidentin und seit dem 8.12.2021 Staatsministerin für Kultur und Medien. (Foto: IV Sepp´l mit Claudia Roth)

VII. Etablierung, Professionalisierung, Vernetzung

Auf der Grundlage der vielen Veranstaltungen und Festivals, die VirusMusik für die Frankfurter KünstlerInnen und Bands auf die Beine stellt, hat sich auch der Zusammenschluss und das Interesse innerhalb der Musikerszene füreinander merklich verbessert. Man hat sich weiter kennen gelernt und es hat die Szene zusammen gebracht. Dadurch konnten sich viele Perspektiven neu und weiter entwickeln. MusikerInnen spielen jetzt auch zusammen, die sich vorher gar nicht kannten. Das war und ist super gut für die ganze regionale Musikszene.

Über die Jahre hinweg haben wir für viele MusikerInnen und Bands wichtige Aufbauarbeit geleistet. Wir stehen mit Rat und Tat den vielen Fragen offen, die einen jungen von Musik begeisterten Menschen interessieren. VirusMusik unterstützt die Suche nach einem geeigneten Proberaum und hilft unseren Talenten auf den Weg in die Professionalisierung.

Heute ist die stabilisierende Funktion das Wichtigste. Man braucht eine gute Infrastruktur, wie z.B. der Musikunterricht im Germaniabunker, die täglichen Radiosendung von VirusMusik bei radio x, Newcomer TV, etc.. Eben alles was geschehen muss um in die Ohren der HörerInnen zu gelangen. Das gilt es optimal nutzen. Es geht nicht darum berühmt zu werden wie die Rolling Stones, aber von einem Überstarten kann die ganze Szene profitieren.

VirusMusik hat die beste Crew der Welt ! Auf dem Museumsuferfest 2018

Nicht nur die vielen tollen Talente unserer Stadt haben sich professionalisiert sondern auch unser gesamtes Team von VirusMusik wurde im Laufe der Zeit immer professioneller. Gerade bei unseren Großveranstaltungen wie dem Museumsuferfest oder der VirusMusikRadioShow besteht unsere inzwischen sehr gut eingespielte Crew aus vielen engagierten Helfern, die sonst anderweitig ihre Brötchen in der Musik- und Medienwelt verdienen und oftmals bestens ausgebildet sind. Wir haben Glück und die beste Crew der Welt !

Seit vielen Jahren arbeitet VirusMusik gemeinsam mit Musikinitiativen und Kulturvereinen aus anderen Städten & Regionen an einem bundesweiten Netzwerk. Bundesweite Förderkonzepte werden entwickelt und Netzwerkveranstaltungen durchgeführt. So haben wir über unsere öffentliche Auftritte, wie z.B. der Internationalen Musikmesse unser Netzwerk immer weiter spinnen können. So stehen wir auch in regelmäßigen Kontakt zu wichtigen Institution in den Nachbarstädten, wie der Popakademie in Mannheim, dem Popbüro Region Stuttgart und weiteren Musikinitiativen.

Unsere Kontakte und Netzwerkaktivitäten führten dazu, dass wir schon viele Frankfurter Bands und KünstlerInnen zu Auftritten in der Region verhelfen konnten. Manchmal auch – wie z.B. auf der Bühne zum Hessentag – vor einem größeren Publikum.

VIII. Corona-Krise und Einschnitte durch die Lockdowns

a) Die Corona-Krise – Wir mussten uns neu erfinden

Natürlich werden wir den März 2019 nicht vergessen können. Wie alle anderen Menschen wurden wir gezwungen unser gewohntes Verhalten auf ein Minimum zurück zu schrauben. Zu groß schien die Gefahr sich und Mitmenschen mit dem Virus zu infizieren. Keinesfalls wollten wir in Gefahr laufen an einen möglichen Superspreader Event beteiligt zu sein. Folglich mussten alle bereits geplanten Live Veranstaltungen schweren Herzens abgesagt werden.

b) Einschnitte durch den Lockdown – Videolivestream via Internet

Durch den im März 2020 verhängten Lockdown zu Covid 19 mussten wir zunächst auf einige Produktionen verzichten, konnten dann doch unter Einhaltung scharfer Hygienebestimmungen weiter drehen, und die Festivalabende als Videolivestream im
Internet übertragen. Doch unser geschätztes Publikum musste leider draußen bleiben. Genau auf das was ein gutes Live Konzert Erlebnis ausmacht, weil es Menschen zusammenbringt, musste schweren Herzens verzichtet werden. Eine besondere Härte für unsere KünstlerInnen, die jetzt und ohne Anfeuerung ihrer Fans vor der Herausforderung standen, telegen gut rüber zu kommen und am besten mit der Kamera zu flirten. Den die meisten gelingt das mit großer Bravour.

IX. Schlusswort Sepp´l Niemeyer (folgt in Kürze)

 

Impressum:

Herausgeber: VirusMusik, gegründet Kick e.V., Sepp´l Niemeyer

Autor: Bernd Friedrich

Fotos: VirusMusik

Konzept und Gestaltung: Bernd Friedrich

Zeitzeugen Interviews: Bernd Friedrich, Niels Björn Schmidtke

Hörnerv # 360 : 30 Jahre VirusMusik & die VirusMusikRadioShow 2021

Den Podcast der Radioshow vom Mi., 15.12. gibt es (für die nächsten 7 Tage) hier in der Rubrik +7:  Frankfurts unabhängiges, werbefreies Stadtradio – radio x | Frankfurter Stadtradio | FM 91,8

Studiogast: Sepp´l Niemeyer (VirusMusik)

VirusMusikRadioShow 2021 live am Mi., 22.12., Batschkapp Frankfurt (2G+) + livestream im Internet

die Playlist:

01. REVOLTE TANZBEIN – La Famiglia inkl. BADESALZ – Skat und hübbe

… aus dem line up der VirusMusikRadioShow :

02. FELLWAS KINGDOM – Kleiner Blauer Mann

03. REWE CITY CRIME BOYS – Toni Dancehall, Rafiki-Zu spät

04. ELDA – 8 Meters

05. PAPE – Mindset

06. ABSINTO ORCHESTER – Männer (ausgefallen bzw. fällt aus in der VMRS 2021)

07. IVE – Kein F. 

08. GWEN DOLYN & TOYBOYS – Dr. Murkes 

… und zum guten Schluss:

09. RIO REISER – Was tun (Album: Zwischen Null und Zero)

Stay tuned !

Ben vom Hörnerv

Ps: Nächster Hörnerv am 5.01.2022 mit GWEN DOLYN & TOYBOYS und neuer EP im Gepäck. Don´t miss it !