Top to the Rock ! MOTHER´S CAKE & KANTINKA

Top to the Rock ! MOTHER´S CAKE & KANTINKA

live im Musikclub DAS BETT am 30.03.2017. Eine Konzertkritik von Ben vom Hörnerv

Nach langer Zeit der Entbehrung herrscht eine laue Nacht. Satte 20 Grad zeigt das Thermometer beim gegenüberliegenden Karosserie- und Fahrzeugbau gegenüber des Musiktempels an.

Um 20.45 Uhr erklimmen Katinka: die Bühne. Wir von VirusMusik haben die Band bereits 2014 entdeckt. Und ich war gespannt wie und wohin sich die Band entwickelt hat. Zwischenzeitlich gab es eine Umbesetzung am Schlagzeug. Etwa 100 Gäste, 90 Männer und 10 Frauen bilden vor der Bühne einen Halbkreis. Und Katinka lassen es 40 Minuten richtig krachen. Als Anheizer präsentieren sie 6 Songs, davon 4 neue.

Katinka

Katinka

„Unser erstes Album kommt endlich“, so die charismatische Sängerin Katharina. Und man darf gespannt sein, denn die Band ist eine der spannendsten Rockbands im deutschsprachigen Raum.

Leider konnte ich Katharinas Texte kaum zu verstehen. Ihre Jungs samt Tonmann haben die Regler wohl etwas zu hoch gedreht. Aber ich weiß, dass sie immer was zu sagen hat. Ihre Stimme ist begnadet und erinnert an die junge Nina Hagen zu Spliff Zeiten.

Nach Song Numero 3 ruft Katharina „Frankfurt alles klar – was´n los mit euch ?“ Und Drummer
…… grölt ins Mikro: Trinkt mehr !“. Dann wird wieder angezählt: „One, two, three, four“. Es hilft !
Nur noch eins zwei Drinks und die Hüfte kreist und die Beine zappeln. Das Eis ist gebrochen und gegen Ende der Show verliert sich der Halbkreis in ein ordentliches Rockpublikum und spendet viel Applaus.

Katinka - live Das Bett - 31.03 (22) - Alles gegeben

Katinka geben alles und liegen zum Schluss weit ausgestreckt auf den „Brettern die Welt bedeuten.

http://katinka-band.de
Mother´s Cake:

Noch vor dem Konzert treffe ich auf zwei Mannheimer Jungs, die große Vorschusslorbeeren an Mother´s Cake vergeben. „Wow – super Trio, dass vor zwei Wochen als Opener von Limp Bizkit gerockt hat. Wir sind extra hinterher gereist, weil wir sie nochmal live sehen wollen.“

Und in der Tat, dass war überzeugend. Unglaublich was Yves Krismer (Guitar, Vocals), Benedikt Trenwalder (Bass) und Jan Haußelsda musikalisch aus sich und der PA im Bett rausholen. Jeder Song ist anders, die Setlist sehr abwechslungsreich.

Alles bewegt sich im Hard- und Psychedelic Rock. Mir fallen Vergleiche mit Bands wie Wolfmother, Prodigy und Radio Moscow ein. Doch ihr Liedgut ist noch vielschichtiger. Auch Funk Rock, Stoner, Wave Punk und Techno werden bedient. Ist das hier vielleicht eine Rock Oper ? Egal – mit oder ohne Konzept – rockt die Band auf Erstliga Niveau. Steht’s spannend und innovativ. Den 140 Zuschauern hat´s gefallen und ich jedenfalls werde mir ihre Diskographie mal genauer zur Gemüte führen.

http://motherscake.com/

(Bild oben: Mother´s Cake)

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