Alarm ! Musikerpolizei bei Randy Hansen ! – Konzertkritik

Alarm ! Musikerpolizei bei Randy Hansen ! – Konzertkritik

Klar – wenn man Songs von Gitarrengott Jimi Hendrix covert, kommt die Musikerpolizei voll auf ihre Kosten.

Fragt man die anwesenden Nörgler kommt: „Och, äh, weiß nicht – war nett, aber eben nicht Jimi“ oder „das Gitarrensoli X war zu lang gewesen.“
Mann, Mann, Mann – ihr habt einen begnadeten Gitarristen und Ausnahmekünstler mit einer grandiosen Rythmussection (Mann van Bohr (Drums) und UFO-Walter (Bass) vor euch und seid immer noch tief drin tief traurig. Ist schon o.k..

Randy Hansen & Band im "Das Bett"

Randy Hansen & Band im “Das Bett”

Fest steht: Randy Hansen & Band haben „Das Bett“ zwei Stunden lang den Geist von Jimi Hendrix eingehaucht, die PA gut gefordert und Gitarrenakrobatik vom Feinsten geliefert.

Selbst unter Musikern geniest Randy Hansen großen Respekt. Er gilt als einer der wenigen, die Hendrix´s Werke live geradezu virtuos umsetzen. Beide sind in Seattle geboren. Dort existiert sogar ein Jimi Hendrix Museum.

Mr. Lemmy McKilmister (Motorhead) war als junger Bursche Roadie bei Jimi Hendrix. In einer Arte-Bio erzählt Lemmy davon, das Hendrix ihn damit beauftrage acht LSD-Trips zu organisieren.
„Zwei schenkte er mir, warf die restlichen 6 ein und ging auf die Bühne rocken, Mann !“

Im „Das Bett“ ist heute wenig von solch farbenfrohen Ideen zu seh´n. Das Bühnenlicht zeigt lediglich rot und blau.

20.30 Uhr – die Show beginnt absolut pünktlich. Alle Hits werden gespielt, wie Jimi sie live spielte, z.B. die Zugabe „Voodoo Chile mit einer Länge von über 12 Minuten.

Das zweite Set im Programm beginnt überraschend mit dem Song „Purple Rain“, aus der Feder von „Prince“,der ja leider letzte Woche im Alter von 57 Jahren verstorben ist. Den Refrain singen ca. 151 Konzertbesucher andächtig mit und man spürt den Verlust des Wunderknaben, der uns viele Ohrwürmer hinterlassen hat.

Das Randy Hansen mehr d´rauf hat als zu covern beweist er mit seinem im Jahr 2015 erschienenen Solo-Album „Funtown“.

Noch während der Show habe ich es gekauft und gerade rockt es meine Hifi-Anlage zuhause wie schon lange nicht mehr. Sogar denn Nachbarn gefällt´s, denn es hat sich noch niemand beschwert.
Das der Randy nur starke Sachen macht ahnte ich ja schon, daß er jedoch sämtliche Instrumente selbst eingespielt hat, haut mich vom Sockel. Also auch ein Multiinstrumentalist. Selbst das Cover Artwork stammt von ihm. Das genial produzierte Album mit 15 Songs steht im Zeichen von Blues Rock & Boogie sowie typischen Seattle-Sound Anleihen und natürlich jede Menge Hendrix.

Hörbeispiele gibt’s demnächst in meinen nächsten Radiosendungen auf radio x.

Wie es sich für einen richtigen Fan gehört, habe ich mir nach der Show meine neue CD noch von Randy signieren lassen und zum ersten Mal wurde ich an 2017 erinnert, denn dann kommt er wieder nach Frankfurt – versprochen !

Let the good times run !

Ben vom Hörnerv & Festival-Freibeuter

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