News-Ticker: Covid-19: Nationale Gesundheitslage erfordert erneute Notbremse

News-Ticker: Covid-19: Nationale Gesundheitslage erfordert erneute Notbremse

Update vom 06. November 2020

Alarmstufe Rot Demo vom 28.10.2020 in Berlin mit engagierten Reden aus den Reihen der deutschen Kulturprominenz.

DIDI HALLERVORDEN (Kabarettist)   https://www.youtube.com/watch?v=pQ173NuTqD0

So um die 80 Lenze hat er auf´m Buckel und mischt sich trotzdem ein: Didi Hallervorden

So um die 80 Lenze hat er auf´m Buckel und mischt sich trotzdem ein: Didi Hallervorden

und ROLAND KAISER (Schlagerstar)   https://www.youtube.com/watch?v=JxF66Q3UDLs

oder auch DIE ÄRZTE in der Tagesschau vom 23.10.

https://www.tagesschau.de/inland/corona-aerzte-103.html

Ben vom Hörnerv

 

Update vom 01. November 2020

„Kultur ist keine Delikatesse für Feinschmecker, sondern Brot für alle“ und „das notwendige Korrektiv in einer lebendigen Demokratie“

Diese blumigen Worten stammen von Kulturstaatsminsterin Monika Grütters (CDU) zur erneuten Schließung von Kultureinrichtungen. „Dies ist ein echte Katastrophe“. Sie forderte, Einnahmeausfälle von Kulturbetrieben und Soloselbstständigen schnell, effizient und großzügig zu kompensieren. Es gehe um die Existenz für mehr als 1,5 Millionen Menschen.

Dazu verspricht Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) einen erleichterten Zugang zu Hartz4 Leistungen, die bekanntermaßen jedoch kaum für ein menschenwürdiges Leben reichen.

Die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) bedauert die Einschränkungen, „verstehe aber die Absicht hinter den Verschärfungen“.

Der Frankfurter Arzt und Publizist Dr. med. Bernd Hontschik stellt fest, dass auch der heiß ersehnte Impfstoff das Problem nicht sofort lösen wird. „Es ist eine Illusion zu glauben man könnte acht Milliarden Impfdosen bereit stellen. Besser wäre ein Konzept um mit dem Virus zu leben. Alles andere ist eine Sackgasse. Für die Bevölkerung sollten aus Verbote Gebote werden, weil Wissen über geeignete Hygienekonzepte erschlossen wurde.“

(Quelle: Frankfurter Rundschau vom 31.10.2020)

 

Update vom 29. Oktober 2020

Bundesregierung, Landesregierung Hessen und Stadt Frankfurt beschließen Lockdown # 2

Infolge des rasanten Anstiegs der Infektionszahlen im Oktober kam es am 28.10. zum Corona-Gipfel # 9 der Bundesregierung. Schwierige Monate stehen uns bevor. Wir müssen lernen mit Covid-19 zu leben. Die Politik appelliert an die Eigenverantwortung der Menschen und sieht sich dazu gezwungen die Bürgerlichen Grundrechte – ähnlich wie im Frühjahr – erneut ein zu schränken. Zur erfolgreichen Pandemiebekämpfung gilt es Kontakte unter Menschen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

In Frankfurt lag der Inzidenzwert (bestätigte Fälle pro 100.000 Menschen in Kreisen und Städten) bei einem Wert von 201,8. Wegen des sprunghaften Anstiegs hat die Stadtregierung folgende Schutzmaßnahmen beschlossen, die bis mindestens Samstag, 31. Oktober, gelten.

1. Treffen dürfen sich im öffentlichen Raum noch maximal fünf Personen oder Angehörige zweier Haushalte.

2. Die Maskenpflicht wird ausgeweitet auf öffentliche Einrichtungen und Veranstaltungen sowie Fahrzeuge, in denen sich Angehörige von mehr als zwei Haushalten aufhalten. Im öffentlichen Raum gilt innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnstrecke in Sachsenhausen eine Maskenpflicht. Die Stadt empfiehlt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der ganzen Stadt.

3. Alkoholverbot: Zusätzlich zu den bereits verhängten lokalen Verboten in der Innenstadt herrscht während der Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr ein stadtweites Alkoholverbot.

4. Der Weihnachtsmarkt ist abgesagt.
(Auflistung aus Quelle der Frankfurter Rundschau vom 28.10.2020)

Auch die Hessische Landesregierung, dass sogenannte Corona-Kabinett, hat am Donnerstag umfangreiche und ergänzende Regeln festgelegt, die ab Montag, 2. 11. für zunächst 4 Wochen gelten. Hier ein Auszug über die Hygienemaßnahmen (Quelle Frankfurter Rundschau vom 30.10.2020) mit Schwerpunkt für die Musik- und Veranstaltungswirtschaft:

Generell gilt:

Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist lediglich mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet, höchstens jedoch mit 10 Personen. Für Privaträume sind diese Einschränkungen dringend empfohlen. Private Veranstaltungen außerhalb der eigenen Wohnung sind untersagt.

Öffentliche Veranstaltungen sind lediglich bei besonderen öffentlichen Interesse gestattet (z.B. 9. November (Gedenkveranstaltung)).

Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in der Zeit von 23 bis 6 Uhr verboten.

Übernachtungen außerhalb des Wohnorts im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nichttouristische Zwecke erlaubt.

Der Freizeit dienende Einrichtungen werden geschlossen. Dazu gehören unter anderem Konzerthäuser, Theater, Opern , Messen, Kinos, Zoos, Tierparks, Museen, Schlösser, Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Fitnessstudios.

Für den Einzelhandel gilt: Nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche.

Die Schulen, Kitas und Volkshochschulen bleiben geöffnet.

In Schulen gilt eine Maskenpflicht ab der 5. Klasse.

Auf stark frequentierten Straßen und Plätzen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann – gilt eine Maskenpflicht.

Sind in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen unterwegs, müssen sie ebenfalls eine Maske tragen.

Licht am Horizont: Bundesregierung plant finanzielle Hilfen für Firmen – und Soloselbständige in der Veranstaltungsbranche Nach aktuellen Meldungen sind seitens des Bundesfinanz- und Wirtschaftsministeriums finanzielle Hilfen als Umsatzerstattung (auf der Basis von November 2019) von bis zu 75 Prozent möglich. Dies gilt für Unternehmen wie auch für Solo-Selbstständige.

Neues aus dem Land des Lächelns
Kurioserweise vermeldet das Ursprungsland des Virus, China, nach eigenen offiziellen Angaben die Pandemie besiegt zu haben. In Peking haben die lokalen Gesundheitsbehörden seit über 2 Monaten keine lokale Infektion mehr registriert, heißt es. Als Grundlage hierfür gilt eine totale Überwachung und Zwangstest der Menschen wie es nur in einem Überwachungsstaat möglich ist.

Restart 19 – Projektergebnisse der Uni Halle zum Livekonzertbetrieb unter Corona-Bedingungen
Mittlerweile liegen die Untersuchungsergebnisse der Uni Halle für das Projekt Restart 19 vor.
Unter wissenschaftlicher Begleitung hatte der Sänger Tim Bendzko Ende August ein Konzert gegeben. Nach Bekanntgabe der Erkenntnisse ist Veranstaltungsbranche alles andere als in Jubel ausgebrochen, da so kein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb möglich ist.
Die Untersuchung ergab unter anderem, dass sich bei Inzidenzzahl von unter 30 bis 50 % durchaus
Konzerte mit einer reduzierten Zuschauerzahl möglich sein können. Stehkonzerte fallen allerdings aus. Am Platz besteht eine Maskenpflicht. Neuralgische Punkte bestehen bei Ein- und Auslass (Gedränge), deswegen sind große Abstände empfohlen. Außerdem wird die Überprüfung und evtl. Modernisierung der Raumluft-technik angeregt. (Quelle: 3 Sat Kulturzeit vom 29.10.2020) siehe auch update vom 23.08.2020

Lockdown Nummer 2 wird zum knock out vieler Firmen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft führen. Für 2020 rechnet Verband der Veranstaltungswirtschaft mit einem Umsatzrückgang von 75 Prozent. Für das 1. und 2. Quartal 2021 wird eine Flut von Insolvenzen erwartet.

Trotzdem gilt keine Panik auf der Titanic, denn Geld ist nicht alles. Mehr Wert hat Gesundheit und die wünsche ich Euch. Ben vom Hörnerv

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Update 21. Oktober 2020

Aufschrei der Einzelkämpfer lautet der Titel einer aktuellen und sehenswerten Filmdoku über das pandemiebedingte Schicksal der 2 Millionen Soloselbstständigen, die im März von einen auf den anderen Tag arbeitslos wurden. Besonders viele Menschen davon arbeiteten im Kulturbereich. Jetzt droht ihnen das Abrutschen in Hartz4. Den 45 Minuten Beitrag findet ihr im Netz bei you tube.

 

Update 18. Oktober 2020

Eine Minute vor Zwölf

Im Zuge der Seuchenabwehr gelten für Frankfurt ab dem 19.10. verschärfte Corona Regeln. Aufgrund der erhöhten Fallzahlen von Corona Neuinfektionen hat das Frankfurter Gesundheitsamt zusammen mit der Politik weitergehende Maßnahmen beschlossen. Ziel ist unter allen Umständen einen zweiten Lockdown wie im Frühjahr zu verhindern. Die gestiegenen Fallzahlen sind auch auf erhöhte Testaktivitäten zurückzuführen und können nicht direkt mit den Raten im Frühjahr verglichen werden. Trotzdem warnen Bürgermeister Peter Feldmann (SPD) gemeinsam mit dem Gesundheitsdezernenten Stefan Majer (Grüne) vor einer weiteren Ausbreitung des Virus. Majer sagte: „Es ist eine Minute vor Zwölf“.

Das sind die neuen Regeln für Frankfurt. Sie gelten ab Montag, 19.10. bis zunächst 31.10.2020:

1. In der gesamten Innenstadt innerhalb des Anlagenrings und am südlichen Mainufer muss eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.

2. Von 23 bis 6 Uhr gilt eine Sperrstunde. In dieser Zeit besteht ein generelles Verkaufsverbot für Alkohol.

3. Profi-Sportveranstaltungen dürfen nur ohne Zuschauer ausgetragen werden.

4. Für den öffentlichen Raum gilt eine Kontaktbeschränkung für höchstens 10 Personen.

5. Für private Feiern gilt eine Höchstzahl von 10 Teilnehmern, wobei diese höchstens aus 2
Haushalten stammen dürfen.

6. Für öffentliche Veranstaltungen gilt eine Höchstgrenze von 100 Teilnehmern. Ausnahmen sind nur möglich nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.

7. An weiterführenden Schulen gilt eine Maskenpflicht im Unterricht wenn ein Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.

8. Nach Beschluss des Hessischen Städtetag gilt im öffentlichen Nahverkehr die Verpflichtung
zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.

Weitere aktuelle Informationen hält das Frankfurter Gesundheitsamt bereit. https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/hauptamt-und-stadtmarketing/buergerbuero-und-ehrenamt/coronavirus–fragen-und-antworten

Bei Verstößen gegen die neuen Vorschriften können Bußgelder verhängt werden.
Diese betragen nach Verfügung des Ordnungsamtes der Stadt Frankfurt am Main:
50 Euro bei Verstoß gegen die Maskenpflicht
50 Euro bei Verstoß gegen die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln
70 Euro bei Verstoß gegen das Alkoholverbot im öffentlichen Raum
200 Euro bei Verstoß gegen die Obergrenze bei privaten Feiern
500 Euro bei Verstoß gegen die Sperrstunde

Bleibt gesund, schützt Euch und Eure Mitmenschen !

Ben vom Hörnerv

 

Update vom 10. Oktober 2020

Frankfurt hat die Warnstufe 4 erreicht. Damit treten schärfere Corona Regeln in Kraft.

Wie von vielen Experten vorausgesagt steigt die Zahl der Corona-Infektionen europaweit stark an. Vor allem die großen Städte sind betroffen. Auch Frankfurt und Offenbach.

Nach Informationen des hessischen Sozialministerium haben Frankfurt (55,9) und Offenbach (65,8) die magische Grenze an Inzidenzen (bestätigte Fälle pro 100.000 Einwohnern innerhalb von 7 Tagen) überschritten. Lt. Dem Frankfurter Gesundheitsamt hat sich die Anzahl der gemeldeten SARS-CoV-2 Neuinfektioen in den letzten 10 Tagen nahezu verdoppelt.

Am Freitag meldete die Frankfurter Rundschau Hessen weit 307 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Die TAZ in Berlin titelte über die Sperrstunde „Kreuzberger Nächte sind kurz – Schluss mit lustig.“.

Für Frankfurt bedeuten diese Zahlen nichts gutes für das Nachtleben.
Seit gestern gilt für Gastronomiebetriebe eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr. Die Regelungen gelten zunächst bis einschließlich Sonntag, 18. Oktober.

Doch das ist nicht alles, denn neben den Einschränkungen für Bars, Kneipen und Restaurants gilt bis mindestens Ende nächster Woche ein Alkoholverbot auf bestimmten Plätzen, Anlagen und Straßen. Dazu zählen u. a. das Mainufer, die großen Parks, der Friedberger Platz , die Zeil, der Opernplatz, der Liebfrauenberg, Alt-Sachsenhausen und der Bereich um den Hauptbahnhof.

Auf Einkaufsstraßen wie die Zeil, Berger Str., Goethestr. und Leipziger Str. muss zwischen 8 und 22 Uhr eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht droht eine Strafe von 50 Euro.

Weitere aktuelle Information hält das Gesundheitsamt Frankfurt bereit. Bitte informiert Euch rechtzeitig.

https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/hauptamt-und-stadtmarketing/buergerbuero-und-ehrenamt/coronavirus–fragen-und-antworten

Die 2. Welle und die nächtlichen Sperrstunden bedeuten für die Menschen in der Musik- und Veranstaltungswirtschaft nichts gutes. Aber Sicherheit – soweit es die überhaupt gibt – ist oberstes Gebot. Es kommt der Tag an dem wir endlich wieder rischdisch rocken können. Noch aber braucht´s Geduld – und die ist eine Tugend.

Passt auf euch auf und vor allem bleibt gesund !

Ben vom Hörnerv

 

Update vom 14. September 2020

Auf der “Alarmstufe Rot”-Kundgebung in Berlin am 9.09.2020 hat Herbert Grönemeyer einen flammenden Appell an die Politik gerichtet. Die gesamte Veranstaltungsbranche stehe kurz vor dem Kollaps.

Herbert Grönemeyer auf 9.9. auf der Alarmstufe Rot Demo (Foto: news.de)

Herbert Grönemeyer auf 9.9. auf der Alarmstufe Rot Demo (Foto: news.de)

Mit der Großdemo soll auf die wirtschaftlichen Nöte aufmerksam gemacht werden, in die die Veranstaltungsbranche durch die Corona-Pandemie gestürzt wurde. Die rund 6500, Die Veranstalter sprachen von 15.000 Kulturschaffenden, wollten mit der Kundgebung ihre Forderungen an die Verantwortlichen in der Politik unterstreichen.

In der Branche seien bundesweit rund eine Million Menschen beschäftigt und es werde ein jährlicher Umsatz von 130 Milliarden Euro erzielt. Damit sei die Veranstaltungsbranche der sechstgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands, so Grönemeyer. Allein der Rock’n’Roll-Bereich habe eine Wirtschaftskraft wie der Autobauer Porsche. Der Unternehmenswert sei größer als der, aller deutschen Bundesligen zusammen. Allerdings stehe dieser Wirtschaftszweig vor dem Aus, da seit Beginn der Corona-Krise keine Großveranstaltungen mehr stattfinden könnten. Doch gerade das Publikum sei “das Adrenalin der Künstler”. Und vor allem die vielen Menschen hinter den Kulissen seien in schweren Nöten: vom Trucker über den Roadie bis zum Security-Mitarbeiter. Ohne sie seien “Künstler hilf- und glanzlos”, so Grönemeyer. Sie alle seien größtenteils alleine als Kleinunternehmer tätig und hätten meist keinen “doppelten Boden”. Deshalb appellierte Grönemeyer mit Nachdruck an die Politik, die versprochene direkte und unbürokratische “Zugehensweise zur Grundsicherung” zu finden. Außerdem forderte der Sänger ein monatliches Überbrückungs- oder Kurzarbeitergeld für Solo-Selbstständige. Ebenso wie Subventionen für die Popkultur, die denen ähnlich seien, die zum Beispiel der Hochkultur zukommen würden.
Wenn dies nicht “schleunigst passieren” würde, sei die Gefahr groß, dass die gesamte Branche bald kollabieren würde. “Ein Land ohne Live-Kultur ist wie ein Gehirn ohne geistige Nahrung, ohne Euphorie, Aufbruch, Lust, Diskurs, Lachen und Tanz. Es verdorrt, gibt Raum für Verblödung, für krude und verrohende Theorien, verhärtet und fällt seelenlos auseinander”, so der 64-Jährige. Jede “einzelne Hand” in der Veranstaltungsbranche habe das gleiche Recht auf Grundsicherung wie die Mitarbeiter anderer Unternehmen, die schnell und unkompliziert Hilfe bekommen hätten. Sie seien “die rauschende Seele und der öffentliche Herzschlag dieser Nation”. Deutschland stelle seinen “Zauber aufs Spiel und seine Zauberer zur Disposition”. (Quelle: news.de)

Hier könnt ihr die Rede von Herbert Grönemeyer selbst anhören: https://www.instagram.com/p/CE6vBxgKrPl/

Das letzte Bier im Clubkeller ist getrunken. RIP

Das letzte Bier im Clubkeller ist getrunken. RIP

Das Clubsterben in Frankfurt geht weiter. Jetzt hat es den legendären Clubkeller in Sachsenhausen erwischt.

 Andy König, Club-Chef  wirft nach 19 Jahre Underground-Musikkneipe mit Livemusik das Handtuch.

“Es ist unmöglich während der Corona-Pandemie zu betreiben, vor allem wenn er damit eine Familie ernähren muss. Auch möchte ich das Konzept der Bundesregierung  Steuergeld einzusetzen und es direkt an die Vermieter weiterzuleiten, nicht weiter  tragen. Die “Clubkiller” sind das Virus, die Immobilienbranche und der Staat, der Gastronomie und Veranstalter mit benachteiligenden Rahmenbedingungen quäle, statt mit den Kommunen an Schutzschirmen für die Subkultur zu arbeiten.” (Quelle Frankfurter Rundschau vom 11.09.20)

 

Update vom 11. September 2020

NEUSTART KULTUR : 117 Millionen Euro stellt die Bundesregierung als Förderprogramm für Livemusik-Veranstaltungen, Musikfestivals, Musikclubs, Künstler- u. Künstlerinnen in Aussicht. 

Seit dem 07.09. können die Anträge auf Unterstützung eingereicht werden. Eine Antragsstellung ist bis zum 31. Oktober 2020 möglich. Mehr Informationen unter: https://www.initiative-musik.de/

 

Update vom 23. August 2020

Sicherheit in unsicheren Zeiten: Testlauf eines „Superspreader-Events“ in der Arena Leipzig

Unter Leitung der Universitätsmedizin Halle fand am 22.08. das Experiment „Restart-19“ mit Sänger Tim Bendzko und Band sowie 2200 Freiwilligen (negativ getesteten) Konzertbesuchern statt.

Die Wissenschaftler wollen ein mathematisches Modell entwickeln, nach dem sich das Risiko eines Covid-19-Ausbruchs nach solchen Großveranstaltungen berechnen lässt. Dabei wurden drei Szenarien inszeniert und auch die An- und Abreise des Publikums per Tracker analysiert. Während des Konzerts bestand eine verschärfte Maskenpflicht. Die Auswertungen des Experiments sollen im Oktober vorliegen.

Ben vom Hörnerv

 

Update vom 21. August 2020

Endlich wieder Livemusik : Das Bett, Tanzhaus West und die Batschkapp starten die Open Air Serie „Kultursommergärten

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Möge der Sommer noch lange andauern – zumindest aus der Sicht der Künstler, Fans und Kulturschaffenden in der Eventbranche. Draußen an der frischen Luft ist das Corona Virus weitaus weniger aggressiv als in geschlossenen Räumen.

Unter den Auflagen der aktuellen Hygieneschutzbestimmungen haben drei Frankfurter Livemusik-Spielstätten in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt das Programm „Kultursommergärten“ aus der Taufe gehoben.

Die Veranstaltungen finden jeweils auf einem Freigelände – in der Regel auf dem Parkplatz am Club – statt. Los geht es ab 21.08.. Bis zu 250 Gäste werden pro Show zugelassen. Ursprünglich sollten bis zu 1000 Besucher erlaubt sein, doch die Idee musste leider aufgrund der ansteigenden Fallzahlen von Neuinfektionen fallen gelassen werden. Die Stadt Frankfurt bezuschusst das Projekt mit einem Zuschuss von 20.000 Euro.

Zum Programm: https://bett-club.de/     https://www.tanzhaus-west.de/     https://batschkapp.tickets.de/de/

Nix wie raus ! Ben vom Hörnerv

 

Update 5. August 2020

Die Initiativen „Wir für Euch“ und „Alarmstufe Rot“

BumBum Ulli + die Organisatoren der 1. "Wir für Euch" Kundgebung vom 2. Juli 20 an der Weseler Werft in Frankfurt

BumBum Ulli + die Organisatoren der 1. “Wir für Euch” Kundgebung vom 2. Juli 20 an der Weseler Werft in Frankfurt

Seit Anfang März herrscht nahezu Stillstand in der Veranstaltungsbranche, vor allem bei Firmen der Veranstaltungstechnik. Wo es keine Konzerte, Festivals, Tourneen oder Messen gibt, sind Veranstaltungstechniker ohne Arbeit, Firmen für Veranstaltungstechnik ohne Aufträge.
Ähnlich ist die Situation für Musiker, Freelancern, Soloselbstständigen und bei Konzert-, Tournee-und Eventagenturen, angeschlossenen Dienstleistern, in Clubs, Kulturzentren und Spielstätten.
Die Branche liegt danieder und auch für 2021 steht nicht fest wann wieder Normalbetrieb aufgenommen werde kann.

Noch in diesem Herbst droht eine riesige Pleitewelle und Massenarbeitslosigkeit.
Den etwa 2 Millionen Menschen in Deutschland, die ihren Lebensunterhalt über die Einnahmen aus Veranstaltungen generieren, droht der Existenzverlust.
Es fehlt an Perspektiven und seitens der Politik existiert scheinbar kein Handlungsbedarf.

Mittlerweile gibt es bundesweit zwei Internet-Plattformen auf denen sich Betroffene und Unterstützer tummeln. Die Initiative „Wir für Euch“ ist bei facebook zuhause und auch „Alarmstufe Rot“ findet ihr im Internet.

Fotoserie aus der Kundgebung von “Wir für Euch” am 04.08.2020 in Frankfurt:

Bereits am 29. Juli hatten wir von radio x innerhalb der Sendung ABS Magazin ausführlich und mit Studiogästen der Initiative „ Wir für Euch“ berichtet. Die Sendung könnt ihr jederzeit als podcast unter www.absmagazin.de nachhören.

Ben vom Hörnerv

 

Update 21. Juli 2020

Die Alternativ-Szene-Kneipe und Veranstaltungsbühne “HORST” im Frankfurter Stadtteil Gallus muss aus Finanznöten infolge der Corona-Auswirkungen schließen. Dort hatten wir von VirusMusik gemeinsam mit dem HORST-Team in den letzten 2 Jahren wunderbare Konzerterlebnisse mit der “VirusMusikRadioShow” feiern können. Danke an Caro und Lolek. Haltet durch und viel Erfolg bei der Suche nach einer neuen Location.

HORST - Nichts geht mehr

HORST – Nichts geht mehr

Hier der offizielle und bewegende Abschiedsbrief vom HORST vom 16.07. per Email:

Liebe Freunde,
viele von euch wissen es ja bereits, wir haben schlechte Nachrichten zu verkünden:
HoRsT hat Corona nicht überlebt!
Wir sind unendlich traurig, dass unser Herzensprojekt, welches wir über die letzten 7 Jahre mit viel Liebe, Leidenschaft, Freude, aber auch unter großen Anstrengungen aufgebaut haben, nun Vergangenheit ist.
Nachdem wir zu Silvester noch ausgelassen das Jahr 2020 begrüßt hatten, haben wir im Januar den Laden wegen einer Brandschutzsanierung komplett ausgeräumt und super motiviert unser neues Büro gegenüber eingerichtet, um dort die kommende Saison zu planen.
Am 1. Mai wollten wir den Raum mit einem lauten Knall wieder eröffnen und viele Konzerte und Parties, Privat- & Firmenveranstaltungen und natürlich unsere schönen Reihen wie die Jam Session, Pasta Kino e Vino und Comedy (Freischnauze) waren bereits fest im Kalender eingetragen.
Dann kam Corona… und zuerst dachten wir, was für ein Glück wir haben!, dass genau jetzt so etwas passiert wo wir sowieso gerade geschlossen haben. Aber: Pustekuchen, dieser Virus war dann doch krasser als befürchtet…
Nach wochenlangem Bangen, Hoffen, Abwägen, Kalkulieren und in alle Richtungen Denken haben wir uns entschieden, den Vertrag in den Adlerwerken nicht zu verlängern, denn unter diesen Umständen können wir den Raum nicht halten. Wann unser schöner Veranstaltungsraum wieder vollumfänglich genutzt werden kann steht noch in den Sternen, und ohne die volle Auslastung der Räume ist das Erwirtschaften der hohen Miete unmöglich.
Wir haben mit unserem Vermieter wochenlang verhandelt und versucht, die Wiedereröffnung nach der Brandschutzsanierung zeitlich so weit wie möglich nach hinten zu ziehen, doch leider stießen wir dort auf wenig Verständnis, denn: „der Investor braucht Planungssicherheit”!
Unser Polster, welches wir für die eingeplante Brandschutzsanierungsschließzeit zurückgelegt hatten, ist aufgebraucht und die Krise hat durch laufende Kosten die wir auch ohne Betrieb haben, mehr als unsere letzten Reserven aufgefressen.
Um unsere Firma zu retten ziehen wir die Reißleine, denn ein nahes Ende der Pandemie ist nicht absehbar und die staatlichen Unterstützungen reichen bei weitem nicht aus.
Wir wollen weiterhin ein niederschwelliges, vielseitiges Kulturprogramm anbieten, doch unter diesen Bedingungen – mit  Abstand, Hygieneregeln, begrenzter Gästezahl und persönlich unkalkulierbaren Haftungs- & Gesundheitsrisiken – funktioniert unser Konzept nicht mehr. Und vor allem es fehlt an einer Perspektive.
Seit über 25 Jahren sind wir in Frankfurt aktiv und unsere Leidenschaft ist und war es immer, die verschiedensten Leute zusammen zu bringen und diese mit Kunst, Kultur und Kulinarik zu verwöhnen.  Am besten so viele und so eng wie möglich!
Wichtig war uns auch immer, dass unser vielseitiges Programm zu fairen Preisen einem breiten Publikum zur Verfügung stand und auch Leute mit einem niedrigem Einkommen nicht ausgeschlossen werden. Frankfurt hat solche Orte nötig!
Dabei war uns immer die Qualität wichtiger als die Wirtschaftlichkeit.
Da wir leider keine öffentliche Förderung erhalten haben, hatten wir unser Kulturprogramm selber mit professionellen Firmenfeiern, Hochzeiten und privaten Vermietungen, quersubventioniert. Das alles ist jetzt nicht mehr möglich.
Was jetzt auch einfach weg ist und was uns ganz besonders am Herzen lag sind unsere Veranstaltungsreihen wie die 46 mal stattgefundene Jam Session „The HoRsT Sessions”, bei der sich Musiker aus dem ganzen Rhein Main Gebiet trafen um stundenlang  Live zusammen zu spielen, sich auszutauschen und kennen zulernen. Danke an Fabian Habicht + Frederich Helbing für die gute Zusammenarbeit!
Auch die vielen Kunstausstellungen, Pasta Kino e Vino -Abende, Konzerte, Diskussionsveranstaltungen, Vorträge sowie DJ Barabende und Clubveranstaltungen werden uns & Frankfurt fehlen.
Für uns war es ein großes Abenteuer und ein riesigesVergnügen die Entwicklung unseres horsty Babys zu verfolgen und zu sehen, wie sich permanent Querverbindungen und Netzwerke bilden.
Aber aufgeben werden wir nicht. Ein Ende birgt auch immer die Chance für etwas Neues – und an Ideen fehlt es uns nicht.  Auch nicht an Material. Eigentlich haben wir Alles und noch viel mehr, außer einem Raum – was Segen und Fluch ist, denn: wohin mit dem ganzen Kram (Möbel, Gastroküche, Deko, Technik u.v.m.)?
Auch wenn dieses Projekt bereits Covid 19 zum Opfer gefallen ist, wollen wir unsere Firma durch die Krise bringen, um danach noch einmal etwas Neues anzufangen.
Dafür fehlt es konkret an:
Räumen – am besten Open Air – zur Zwischennutzung, um kleinere Events zu veranstalten
einem kostengünstigen, ebenerdigen Lager, um für die Dauer der Pandemie alles unterzustellen, bis wir die Sachen entweder wieder nutzen oder verkaufen können. Mittlereile haben wir ein Lager bis Ende des Jahres gefunden – bis dahin müssen wir einen neuen Ort für unsere Sachen finden und dann vorraussichtlich alles nochmal umziehen.
finanzielle Unterstützung, um unser Lockdown-Loch in der Kasse zu stopfen, Schulden zurückzahlen zu können und  vor allem um auch in Zukunft das kulturelle Leben in Frankfurt mitgestalten zu können.

Angebote für Räume und Spenden nehmen wir mehr als dankbar an! <3
Bankverbindung bei der Frankfurter Sparkasse
HoRsT Kultur GmbH & Co. KG, IBAN: DE85 5005 0201 0200 5612 43, BIC: HELADEF1822

oder per paypal einfach an : kontakt@horst-ffm.de
Wir vermissen euch jetzt schon ganz stark ihr lieben Gäste, ihr tollen Musiker & Künstler;
danke an euch Kunden, Kooperationspartner, und vor allem an die besten Mitarbeiter der Welt!  Wir hatten ein tolles engagiertes Team, das den HoRsT nie nur als eine gewöhnliche Arbeitsstelle gesehen hat.
Wir hoffen dass das Clubsterben in Frankfurt nicht allzu dramatisch wird – bitte liebe Kollegen, haltet durch!
Wir sind auch so sauer & traurig, dass Corona uns nicht nur unsere Existenz, sondern auch die Möglichkeit genommen hat, das Ende von unserem geliebten HoRsT gebührend zu zelebrieren. Wir werden das irgendwann irgendwo nachholen.
We will be back
Carolin Hock & Lolek Lorey

 

Update 6. Juli 2020

Infolge der niedrigen Infektionsraten hat die Hessische Landesregierung letzte Woche umfangreiche Corona-Lockerungen beschlossen. Es gibt neue Regeln für Theater-, Kino-, Konzert- und Sportveranstaltungen.

Grundsätzlich gilt, das

- der Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden muss,
- als Richtgröße sollen pro Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen,
- zwei Hausstände oder maximal zehn Personen können sich gemeinsam ohne Mindestabstand bei        Veranstaltungen und im öffentlichen Raum aufhalten,
- bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit Sitzplätzen müssen diese personalisiert werden,    um eine Rückverfolgung im Fall einer Infektion zu ermöglichen,
- Veranstaltungen mit mehr als 250 Besuchern müssen weiterhin vom Gesundheitsamt genehmigt          werden.

Öffentliche Tanzveranstaltungen bleiben weiter untersagt. Die bekannten Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin. Die neuen Regelungen gelten zunächst bis zum 16. August dieses Jahres. (Quelle: Frankfurter Rundschau vom 04.07.2020)

Bleibt schön gesund ! Ben vom Hörnerv

 

Update vom 5.07.20

Am 2.07. fand die Kundgebung “Wir für Euch” statt. Ein Weckruf der Frankfurter Veranstaltungsbranche, denen infolge der Covid19-Krise sämtliche Aufträge weggebrochen sind. Sie fürchten Insolvenzen und befürchten in Hartz4 zu landen, sollte sich nichts ändern. Etwa 200 Personen hatten an der Demo teilgenommen, die sich morgens um 11 Uhr auf der Weseler Werft am Main einfanden. Nach den eindringlichen Eröffnungsreden der Veranstalter an die Berliner Politik gerichtet, zog die Meute zum Willy-Brandt-Platz und von dort, über Sachsenhausen wieder zurück zum Treffpunkt, wo extra für diesen Anlass eine Bühne installiert wurde. Hier ein paar Fotos mit dem Hinweis, das diese wegen Kamerastreik erst zum Abschluss der Demo entstanden sind. Da war´s schon ein wilder Haufen, der trotzdem tapfer alle Hygieneregeln eingehalten hat. Sollte sich nichts ändern wird es nicht die letzte Demo gewesen sein …

*Zum Beitragsfoto: Hier – vor der Bühne – steht BumBum Ulli gemeinsam mit den Organisatoren. Ulli hatte die Demo schlagkräfig mit einer umgeschnallten Bassdrum und einer peruanischer Flöte zum Tanzen gebracht. Respekt !

 

Update: 20. Juni 2020

Die hessische Landesregierung teilte am Donnerstag, den 18. Juni mit, dass generell ab Montag (22.06.) in Hessen wieder größere Veranstaltungen mit einer Anzahl von bis zu 250 Personen (bislang 100) zugelassen werden, sofern die Hygieneregeln eingehalten werden.

Großveranstaltungen wie Volksfeste bleiben bis Ende Oktober 2020 weiterhin geschlossen.

Update: 08. Juni 2020

1 Milliarde für die Kultur

Seit letzten Donnerstag wissen nun endlich offiziell wieviel Kunst der Bundesregierung wert ist. Nach langer Zeit des Wartens, hat nun am 04.06. Kultur-Staatsministein Monika Grütter das Hilfspaket für Kultur und Kulturschaffende verkündet. 1 Milliarde Euro stehen zum Abruf bereit. Der Kampf ums Geld kann beginnen. Verteilt wird nach unterschiedlichen Kriterien:

1. 250 Millionen für pandemiebedingte Investitionen wie z.B. Hygienemassnahmen

2. 450 Millionen für KünstlerInnen damit ihre künstlerische Arbeit weiter ermöglicht werden kann

3. 150 Millionen für “Neustart” für neue Formate und Programme, die der Vernetzung,     Verständigung im Kulturbetrieb dienen

4. Vom Bund geförderte Kuturbetriebe können einen Ausgleich zu ihren Einnahmeverlusten beantragen.

Mehrfachanträge sind möglich.

Zum Thema sind zwei sehr interessante Zeitungsartikel erschienen. a) Tagesspiegel online vom 04.06. “Eine Milliarde gegen den Corona-Stllstand, b) Süddeutsche Zeitung vom 03.06. “Die Seuche, die Kunst und das Geld).

Wir wünschen viel Erfolg und starke Nerven ! Ben vom Hörnerv

Money Money Money - must be funny - in the rhich man´s world

Money Money Money – must be funny – in the rhich man´s world

Update: 01. Juni 2020

Nach 12 langen Wochen des Wartens kündigt die Bundesregierung nun für kommende Woche unter Federführung von Monika Grütters ein Hilfspaket für die Kulturszene an. Wir sind gespannt und können´s kaum Erwarten.

Die Welt rockt nur noch leise (Update vom 28.05.2020)

Nun befinden wir uns schon in der 12ten Woche nach dem lock down infolge der Covid 19 – Epidemie. Für die freischaffenden Menschen in und für die Kulturbetriebe und MusikerInnen steht nach wie vor kein wirklicher Rettungsschirm bereit. Während Konzerne wie die Fluggesellschaft Lufthansa mit 9.000.000.000 €uro (9 Milliarden) subventioniert werden, bleibt für die Livemusik-Kultur nur ein Achsel zucken übrig.

Die allmählichen Lockerungen der letzten Tage und Wochen schließen auch weiterhin Großveranstaltungen bis mindestens 31.08. aus. Es gilt „Superspreading-Events“ (Virenschleuder-Parties) zu vermeiden. Also wird es auch auf lange Sicht sehr leise bleiben. Es wird im Sommer weder Tourneen noch Festivals geben.

Die Zukunft ist wie immer ungewiss. Man wird sich infolge der Lockerungen auf lokale Ausbrüche (Hotspots) einstellen müssen.

Es empfiehlt sich auch weiterhin die Hygieneregeln, den Sicherheitsabstand (1,50m) zu Personen zu beachten und einen sauberen Atemschutz zu tragen. Der Corona-Virus ist manchmal nur einen tausendsten Millimeter klein und wird (von Infizierten) oft durch Atemluft, Sprechen oder Singen in Tröpfchenform freigesetzt. Große Tropfen fallen nach kurzer Strecke zu Boden, den Winzlingen gelingt es mittels Aerosolen bis zu 3 Stunden in der Luft zu stehen.

„Frische Luft ist des Coronas ärgster Feind“, sagt Virologe Drosten (Frankfurter Rundschau vom 27.05.2020)

Wer weiß, vielleicht wird es doch noch im Spätsommer in Eventlocations wie der Hafen 2 oder die Kommune 2010 in Offenbach kleine aber feine Open Air Festivals geben können.

Fest steht die alternative Szene braucht Alternativen. Sonst wird es eng im Turbo-Subventions-Kapitalismus.

Jammern hilft nicht. Jamen schon – mit Abstand versteht sich.
Viel Spaß dabei, Rock on & bleibt schön gesund

Ben vom Hörnerv

Kontakt: Bernd@virusmusik.de

virus 2

 

Stand: 26. April 2020

Soloselbstständige erhalten (kleine) Hilfe von “Kulturzeiter”

Daniela Cappelluti – Euch u.a. vielleicht bekannt  von “Danielas Ausgehtips” – hatte vor gut 2 Wochen die Initiative “Kulturzeiter” gegründet, um für eine schnelle Hilfe für die Solo-Selbstständigen zu sammeln. Bislang wurden 60.000 Euro gespendet. Damit konnten 49 KünstlerInnen aus unterschiedlichen Branchen mit je 500 Euro unterstützt werden. Soloselbstständige, Künstler und Kulturschaffende aus Frankfurt und Offenbach können sich unter https://www.kulturzeiterin.de bewerben.

Ben vom Hörnerv

 

Stand: 23. April 2020

Soloselbstständige

Unter der Headline “Keine Soforthilfen für Soloselbstständige – Kleinstuntenehmer fallen durch den Rost” berichtet die Frankfurter Rundschau heute über Selbstständige, die bislang nicht in den Soforthilfeprogrammen von Bund und Länder berücksichtigt wurden. Soloselbstständige sind Ein-Mann, Eine-Frau-Unternehmen, die aus dem eigenen Wohnzimmer arbeiten und keine GmbH betreiben. Dies betrifft besonders viele Jobs im Kulturbereich. Laut Zeitung hat das hessische Wirtschaftsministerium bereits beim Bundeswirtschaftsministerium interveniert und Klarstellung gefordert.

Soforthilfen für Unternehmen mit 5-50 Beschäftigten unter: rp-kassel.hessen.de  oder  wirtschaft.hessen.de

Darlehen wickelt die landeseigene WI-Bank ab. www.wibank.de

von Ben vom Hörnerv

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Stand: 3. April 2020

Infolge der Covid-19 Pandemie steht spätestens seit dem 12. März unser aller Kulturleben still. Alle Konzerte mussten abgesagt oder verschoben werden. Mit fatalen Folgen für alle Musiker und Kulturschaffenden, den Solo-Selbstständigen und Freiberuflern, die aufgrund des Kontaktverbots von mehr als 2 Personen in eine existenzbedrohende Lage gerutscht sind.

Auch wir von VirusMusik (gegründet Kick e.V.) mussten leider unsere Teilnahme an der 40. Internationalen Musikmesse in Frankfurt sowie zwei Newcomer TV Frühlingskonzerten in der Portstraße in Oberursel absagen. Ob das Museumsuferfest 2020 mit unserer Gemeinschaftsbühne vom VirusMusik & radio x wie gewohnt stattfinden kann steht noch in den Sternen. Wir drücken unsere frisch gewaschenen Daumen und können es kaum erwarten Euch wieder leibhaftig erleben und weiter entertainen zu dürfen.

*Für Frankfurter Kulturschaffende die durch die Krise besonders hart getroffen sind, hat das Kulturamt der Stadt Frankfurt einen Notfalltopf von zunächst 200.000 Euro eingerichtet. Er hilft denjenigen im Kulturbereich, die bei den Maßnahmen von Bund und Land möglicherweise durchs Raster fallen. Antragsberechtigt sind Einzelkünstler und KünstlerInnen, Künstlergruppen und Kollektive aus Frankfurt.

Formlose Anträge können ab sofort per Brief an

a) das Kulturamt Frankfurt am Main
Brückenstraße 3 – 7, 60594 Frankfurt am Main
Telefon +49 (0) 69 212 36325, Fax +49 (0) 69 212 37859
info.amt41@stadt-frankfurt.de

gerichtet werden sowie

per Mail an kulturfoerderung@stadt-frankfurt.de
Die Förderung ist zwischen 500 Euro und höchstens 5000 Euro gestaffelt und wird zunächst als rückzahlbare Zuwendung gewährt.

Unter www.kultur-frankfurt.de/FoerderungCovid-19 hat das Kulturamt eine Übersicht von kurzfristigen Fördermöglichkeiten mit links und Infos auf einem Blick zusammen gestellt. *(Stand 29.03.2020 – Interview mit Ina Hartwig in der Frankfurter Rundschau online)

Bis dahin erfahrt Ihr täglich Neues von uns von 17 – 18 Uhr in unseren Sendungen auf radio x, dem Frankfurter Stadtradio.  www.radiox.de

Nutzt die Zeit – seid kreativ & bleibt gesund ! Ben vom Hörnerv

Kontakt: Bernd@virusmusik.de

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